FCC: "Keine Kapitalspritze für Alpine Bau"

FCC: "Keine Kapitalspritze für Alpine Bau"

Der spanische Baukonzern FCC sieht keine Notwendigkeit, seiner angeschlagenen österreichischen Tochter Alpine Bau eine Kapitalspritze zu geben. Es gebe andere Optionen der Unterstützung.

FCC habe bereits 98 Millionen Euro auf Alpine abgeschrieben, erklärte der Konzern am Montag in einer Telefonkonferenz. Der Konzernsprecher der FCC-Gruppe, Jose Manuel Velasco, bestätigte gegenüber der APA, dass der Alpine-Eigentümer FCC eine Erhöhung des Eigenkapitals von Alpine nicht für notwendig hält – schloss aber weitere Hilfen nicht aus. Neben einer Kapitalerhöhung gebe es mehrere Optionen, Alpine zu unterstützen, betonte Velasco.

"Die Gruppe mit Sitz in Österreich arbeitet intensiv an der Umsetzung eines Restrukturierungskonzeptes. Sollte es einen weiteren Bedarf an zusätzlicher finanzieller Unterstützung geben, wird die FCC Gruppe Alpine voll unterstützen, wie das auch den an dem Stillhalte-Abkommen involvierten Banken mitgeteilt wurde", erklärte Velasco.

Laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" sieht die Einigung mit Alpines Gläubigerbanken vor, dass diese bis Ende Februar 2013 keine Kredite fällig stellen. Ein Alpine-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Der nach eigenen Angaben zweitgrößte österreichische Baukonzern erwartet für das laufende Jahr wegen der mauen Baukonjunktur in Osteuropa und Verzögerung bei einigen Projekten einen erheblichen Verlust. Alpine hatte jedoch stets betont, alle seine Schulden begleichen zu können - auch aufgrund der Unterstützungsbereitschaft der Mutter.

Alpine-Anleihen haussieren

Die Meldung, wonach es eine Einigung mit den Gläubigerbanken gibt, hat jedenfalls bis zum frühen Nachmittag eine Kursexplosion bei den zuvor geprügelten drei Alpine-Anleihen ausgelöst. Die 5,25% Alpine-Anl. 11-16 (ISIN: AT0000A0PJJ0) gewann satte 5,5 Prozentpunkte auf 58,510 Prozent. Aber auch die 5,25% Alpine-Anl. 10-15 (ISIN: AT0000A0JDG2) und die neu emittierte 6% ALPINE-Anleihe 12-17 (ISIN: AT0000A0V834) legten deutlich zu.

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