Exporte nach Italien: Minus sechs Prozent

Exporte nach Italien: Minus sechs Prozent

Österreichs Exporte nach Italien sind im ersten Halbjahr um 6,2 Prozent gesunken.

Österreichs Exporte nach Italien sinken. Wegen der schlechten Konjunktur sind die österreichischen Ausfuhren in Richtung Italien im ersten Halbjahr 2012 um 6,2 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gefallen. Die Importe aus Italien sind ebenso rückläufig (Minus 5,6 Prozent) und erreichten ein Volumen von 4,1 Milliarden Euro, geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsreport der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) hervor. Österreich belegt damit im Ranking der wichtigsten Lieferländer Italiens Platz 11.

Trotz der schrumpfenden Wirtschaft und der Schuldenkrise bleibt Italien mit einem Handelsvolumen von knapp 8,6 Mrd. Euro im ersten Halbjahr unangefochten Österreichs zweitwichtigster Handelspartner nach Deutschland. Dies gilt sowohl export- als auch importseitig. Die Intensität der Handelsbeziehungen ist mit den Regionen Norditaliens besonders hoch: Rund 80 Prozent der österreichischen Exporte gehen in die fünf Regionen Lombardei, Venetio, Trentino-Südtirol, Emilia Romagna und Friaul-Julisch Venetien. Auch der Großteil der rund 220 Tochterunternehmen österreichischer Firmen in Italien befindet sich in Norditalien.

Während die italienische Wirtschaft seit 1995 durchschnittlich nur mit 1 Prozent pro Jahr wuchs, haben sich die österreichischen Exporte ins Nachbarland seit dem EU-Beitritt verdreifacht und die Importe mehr als verdoppelt. Die zuletzt stärker gewachsenen Importe aus Italien führten allerdings zu einer Schmälerung des österreichischen Handelsbilanzüberschusses, der zur Jahresmitte 2012 knapp 422 Mio. Euro ausmachte.

Zu den wichtigsten österreichischen Exporten gehören Lieferungen von Maschinenbauerzeugnissen und Fahrzeugen. Diese sind aufgrund des Wirtschaftsabschwungs in Italien im ersten Halbjahr zweistellig auf insgesamt 838 Mio. Euro gefallen. Der Bestseller Holz (546 Mio. Euro) musste ebenso einen 15-prozentigen Einbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. Der Krise in Italien trotzten jedoch die Lieferungen von Lebensmitteln "Made in Austria", die um knapp 10 Prozent auf 534 Mio. Euro zulegten, und diejenigen der chemischen Erzeugnisse (Plus 7,6 Prozent auf 523 Mio. Euro). Mit Plus 15,7 Prozent steigern konnten sich auch die Exporte von mineralischen Brennstoffen (466 Mio. Euro), wobei die Erdgaslieferungen nach Italien den Löwenanteil ausmachten.

Die österreichischen Importe aus Italien wurden ebenfalls von Maschinenbauerzeugnissen und Fahrzeugen dominiert: Mit 1,2 Mrd. Euro (Minus 5,2 Prozent) erreichten sie im ersten Halbjahr 2012 knapp ein Drittel der Gesamtimporte. Die wichtigen Einfuhrgruppen Lebensmittel und chemische Erzeugnisse konnten weiter Marktanteile ausbauen. Die Eisen- und Stahllieferungen waren im ersten Halbjahr allerdings rückläufig. Bei den klassischen "Made in Italy"-Produkten wie Bekleidung und Schuhe wurden Rückgänge verzeichnet, lediglich die Möbelimporte konnten im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegen.

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