Ex-Finanzminister Staribacher hebt ab

Ex-Finanzminister Staribacher hebt ab

Bei NIKI war Staribacher Flugkapitän, im Kabinett Vranitzky Finanzminister, und mittlerweile gehören ihm und seinen Partnern vier ausgewachsene Businessjets.

Andreas Staribacher, aus SP-Parteiadel stammend, hat seine Flugleidenschaft zu Beruf und Geld gemacht. Jüngster Erwerb der Art Aviation, einer 100-Prozent-Tochter von Staribachers Steuerberatungskanzlei PKF: eine Falcon 900 EX mit dem Luftfahrtkennzeichen OE-IRL. Dieser Flugzeugtypus wird von zahlreichen Staaten gerne als Regierungsflieger genutzt. Auch der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) verfügt über eine Falcon 900. Die drei übrigen Privatjets sind Bombardier 700-1A10 Global Express. Dabei handelt es sich um Langstreckenflieger, mit denen sich Distanzen bis zu knapp 12.000 Kilometer zurücklegen lassen.

Staribacher selbst ist auf Luftfahrtconsulting spezialisiert und vertritt in Steuersachen mehrere Luftverkehrsunternehmen. Hinzu kommt Beratung für Privatjet-Leasing und -Vermietung. Unter dem Dach der PKF firmieren weitere Luftfahrt-affine Unternehmen wie Aviaco, Avionmar und AAS Air Support. Vor allem die Avionmar bietet eine spektakuläre Auswahl an Fluggeräten zum Verkauf und Leasing an: Airbus 319, Dornier-VIP-Business-Jets oder einen Augusta-Hubschrauber um 1,75 Millionen Euro. Auch exklusive Yachten bis zu 23 Meter Länge stehen zum Verkauf. Die Wartung der Maschinen wird hausintern über die AAS in Linz-Hörsching erledigt. Staribacher sitzt auch bei der Avcon Jet AG im Aufsichtsrat, die ebenfalls über eine stattliche Flotte verfügt.

320 rot-weiß-rote Flieger

Die erstaunliche Dichte an Bedarfsfliegern in Österreich, derzeit sind rund 320 Flieger unter rot-weiß-roter Flagge registriert, hat vorrangig steuerliche Gründe. Vor allem reiche Araber und Russen nutzen dieses Investment und profitieren von der dadurch geschaffenen Infrastruktur, etwa der modernen General Aviation in Schwechat. Insgesamt wird in Österreich ein Achtel der europaweiten Geschäftsflüge abgewickelt - beachtlich im Vergleich zur Größe des Landes.

Die überwiegende Mehrzahl der Jet-Eigner nützt die eigene Maschine vorrangig für Geschäftstermine, in der übrigen Zeit werden die Maschinen vermietet, um die hohen Kosten von Wartung und Erhaltung in Grenzen zu halten. Die Vermietung mit Crew heißt im Fachjargon Wet Lease, ohne Flugbegleiter und Piloten spricht man vom Dry Lease. Während sich die meisten Jet-Eigner hinter Firmenkonstruktionen verschanzen, lässt sich Österreichs größter Privatflieger leicht identifizieren. Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz verfügt mit seinen Flying Bulls über 13 Luftfahrzeuge, die allerdings mehr seinen Marketing- und Showzwecken dienen.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich