EU-Wahl: Lunacek wird Spitzenkandidatin der Grünen

EU-Wahl: Lunacek wird Spitzenkandidatin der Grünen

Beim Bundeskongress in Salzburg erhielt sie 81,6 Prozent der Delegiertenstimmen und damit weit mehr, als bei ihrem ersten Antreten 2009 (54,7 Prozent). Hinter ihr reihten sich Michel Reimon und Monika Vana ein, während sich die NÖ-Spitzenfrau Madeleine Petrovic mit Platz fünf zufriedengeben musste.

"Ich nehme die Wahl sehr gerne an. Ich freue mich auf einen tollen, erfolgreichen Wahlkampf", sagte Lunacek nach der Abstimmung, in der sie gegen Erwin Mayer, Gemeinderat in Wolkersdorf, gewann. "Ich will die Erfolge, die wir im heurigen Jahr hatten, mit euch im Europawahlkampf fortsetzen." In ihrer Präsentation vor den Delegierten wandte sie sich gegen "müde Regierungschefs", Neoliberale, "Marktfetischisten", Nationalisten und Rassisten und schwärmte von einer solidarischen, demokratischen und ökologischen EU.

Wahlziel der Grünen ist es, bei der Wahl am 25. Mai 2014 die 12,5 Prozent Stimmanteil der jüngsten Nationalratswahl zu übertreffen, sagte Bundessprecherin Eva Glawischnig beim Bundeskongress zur APA. Zudem wollen sie erstmals ein drittes Mandat schaffen. Zwischen 13,5 und 14,5 Prozent Stimmanteil wären dafür notwendig. 2009 waren es nur 9,9 Prozent und zwei Mandate. Nach dem Streit mit Johannes Voggenhuber um die Spitzenkandidatur verloren sie damals drei Prozentpunkte.

Hinter Lunacek reihte sich beim Bundeskongress der burgenländische Landtagsmandatar und Netzaktivist Reimon ein, er konnte Petrovic ebenso aus dem Feld schlagen, wie die Wiener Gemeinderätin Vana auf Platz drei. Listenplatz vier schaffte der steirische Biobauer Thomas Waitz, Platz fünf Petrovic, Platz sechs (der hinterste am Bundeskongress vergebene) der Physiker und Volkswirt Jacob C. Schwarz.

Glawischnig bezeichnete die Listenwahl als "reife Leistung", lobte Lunacek als erfahrene und anerkannte Europapolitikerin und freute sich gegenüber der APA über die "Buntheit der Liste". Dass Petrovic keinen der vordersten Plätze geschafft habe, sei ein durch den offenen Wahlmodus bedingter kleiner Wermutstropfen. In Niederösterreich bleibe für Petrovic aber ohnehin viel zu tun.

Bereits am Samstag hatte Glawischnig vor Eröffnung des Bundeskongresses dazu aufgerufen, Europa nicht den Energie- und Agrarkonzernen überlassen. Es brauche Mut und Zuversicht, um sich den "Feinden Europas" entgegenzustellen.

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