EU-Wahl Ergebnis: Heer der Nichtwähler nimmt massiv zu

EU-Wahl Ergebnis: Heer der Nichtwähler nimmt massiv zu

Noch ein Europawahl-Ergebnis: Die Mehrzahl der Wahlberechtigten in Österreich haben ersten Hochrechnungen zufolge den Wahlsonntag offenbar zu vielem anderen genutzt, als ihre Stimme für die EU-Wahl abzugeben. Die Wahlbeteiligung ist massiv zurückgegangen.

Punkt 17 Uhr sind zwar noch nicht alle Bundesländer ausgezählt - die Wahlbeteiligung ist jedoch massiv zurückgegangen. Der Österreicher hatte offenbar besseres im Schild als für die EU-Wahl zur Stimmabgabe zu schreiten. Eine gewisse Wahlmüdigkeit, vielleicht Verdruss spricht aus der Wahlbeteiligung. Wien hat noch keine Beteiligung geliefert - in den Bundesländern kam es zum Teil zu einem Erdrutsch bei der Wahlbeteiligung. Gingen 2009 noch 45,97 der Wahlberechtigten zur Wahl, soll es ersten Hochrechnungen zufolge diese Mal bestenfalls 39 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben.

In Niederösterreich war die Wahlbeteiligung von 56,59 Prozent im Jahr 2009 auf 32,48 Prozent eingebrochen - Auszählung derzeit 504 von 573 Wahlsprengeln.

Oberösterreich verzeichnet ebenso massive Einbußen: Nur noch 28,4 Prozent der Wähler gingen zu Wahl – nach 51,34 Prozent in 2009.

In Salzburg ist die Wahlbeteiligung ebenso massiv eingebrochen: Nur noch 26,34 Prozent nach 42,4 Prozent vor fünf Jahren haben ihre Stimmen abgegeben.

In Tirol ging nur noch jeder Fünfte zur Wahl: 20,85 Prozent nach 36,09 Prozent gaben ihre Stimmen ab.

In der Steiermark gingen mit 29,43 Prozent der Wähler um 11,21 Prozentpunkten weniger Wähler zur Wahl. 2009 war die Wahlbeteiligung noch bei 40,64 Prozent.

Tirol verzeichnet ebenso einen massiven Rückgang bei der Wahlbeteiligung: 21,91 Prozent der Wähler gaben ihre Stimmen ab - 36,09 Prozent waren es noch 2009 - minus 14,18 Prozentpunkte.

Vorarlberg nicht ganz so wahlmüde

Fast positiv müsste man die Wahlbeteiligung in Vorarlberg trotz der Absenz der Wähler hervorheben: Immerhin gingen noch 33,85 Prozent der Wähler ins Wahllokal - 2009 waren es noch 39,98 Prozent, damit 6,13 Prozentpunkte mehr.

In Kärnten scheint der Verdruss zur Politik am Größten zu sein. Gingen im Jahr 2009 noch 36,1 Prozent zur EU-Wahl, wollten im südlichsten Bundesland am Sonntag nur noch 21,3 Prozent der Wähler ihre Stimmen für die EU abgeben.

Im Burgenland ging die Wahlbeteiligung von 55,19 Prozent auf 40,1 Prozent zurück. Im kleinsten Bundesland sind somit um 15,9 Prozent punkte weniger Wähler zur Wahl gegangen.

In Wien lag gegen 17 Uhr noch kein Ergebnis zur Wahlbeteiligung vor. Es wird in Wien allerdings auch mit einem starken Rückgang der Wahlbeteiligung gerechnet.

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