"Erhöhtes Risiko" bei bauMax

"Erhöhtes Risiko" bei bauMax

Die Ertragslage des Unternehmens sei "unbefriedigend und das EGT stark rückläufig", warnt der Kreditschützer. Der Baumarkt befindet sich derzeit in einer tiefgreifenden Restrukturierungsphase.

Die Kreditschützer vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) orten ein "erhöhtes Risiko" bei der Baumarktkette bauMax. "Aus Bonitätsgründen kann die Aufnahme einer Geschäftsverbindung derzeit nicht empfohlen werden", heißt es im aktuellen KSV-Unternehmensprofil von bauMax.

Laut KSV-Informationen soll der bauMax-Konzernumsatz von 1,198 Milliarden Euro im Jahr 2012 um vier Prozent auf circa 1,146 Milliarden Euro im Jahr 2013 gesunken sein. Aktuelle Bilanzen für 2013 (Stichtag 21.05.2014) liegen dem KSV aber noch nicht vor. Die kurzfristige Entwicklung bleibe abzuwarten, schreiben die Kreditschützer. Die bauMax-Hauptversammlung hat vergangene Woche die Bilanz für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen, inklusive positiver Fortbestandsprognose der Wirtschaftsprüfer für das Unternehmen. Aufgrund der Probleme im Osteuropageschäft soll der Verlust laut Medienberichten von 126 Millionen Euro im Jahr 2012 auf mindestens 150 Millionen Euro gestiegen sein. Einen Veröffentlichungstermin für die Bilanz 2013 hat bauMax bisher noch nicht bekannt gegeben.

Die Ertragslage des Unternehmens sei "unbefriedigend und das EGT stark rückläufig", so die Einschätzung der Kreditschützer. Am 20. Dezember 2012 hat das Bankenkonsortium unter der Leitung der Raiffeisenbank International (RBI) bauMax frisches Kapital in Höhe von circa 80 Mio. Euro bis zum Jahr 2015 zugesichert. Außerdem hat die Eigentümerfamilie Essl weitere 12 Millionen Euro in die Firmengruppe eingebracht. Der Gesamtschuldenstand von bauMax liegt laut Unternehmensangaben bei rund einer Milliarde Euro, davon 350 Millionen Euro Betriebsmittelkredite und 650 Millionen Euro besicherte Immobilienkredite (Hypothekarkredite).

bauMax befindet sich derzeit in einer tiefgreifenden Restrukturierungsphase und erwägt den Rückzug aus Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Türkei. Eine Entscheidung zu den Standorten in Osteuropa soll bis Jahresende fallen.

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