ELGA: Kritik an mangelhaftem Abmeldeprozess

ELGA: Kritik an mangelhaftem Abmeldeprozess

Volksanwalt Günther Kräuter ortet "einige Mengel" bei der Abmeldung von der elektonischen Gesundheitsakte (ELGA). Das Verfahren sei zu kompliziert und die Informationen müssten verbessert werden. Auch die langen Wartezeiten werden kritisiert.

Der Obmann der ARGE Daten, Hans Zeger, erachtet die Abmeldung ebenfalls als zu kompliziert. Außerdem müsse man lange warten, bis man eine Reaktion bekomme. Zeger selbst warte schon seit über einem Monat auf eine Bestätigung der Abmeldung. Seiner Schätzung zufolge haben schon 150.000 Patienten erfolglos versucht, sich von ELGA abzumelden.

Kräuter erklärt, es seien rund ein halbes Dutzend an Beschwerden gegen ELGA bei der Volksanwaltschaft eingetreten. Man gehe den Vorwürfen nach. Dennoch sehe die Volksanwaltschaft das Projekt grundsätzlich positiv. Jedoch müsste jeder das Recht bekommen, sich unbürokratisch abzumelden. Mängel sieht der Volksanwalt vor allem bei der Homepage zur Abmeldung und bei der Information. ELGA-Geschäftsführerin Susanne Herbek habe bereits Verbesserungen versprochen.

Wartezeiten durch großen Andrang
Die Wartezeiten begründet Herbek die längeren Wartezeiten mit den bis jetzt etwa 40.000 eingelangten Schriftstücken. "Die werden von der Widerspruchsstelle schrittweise abgearbeitet. Und ich bitte um Verständnis, wenn man hier präzise arbeiten möchte, gerade bei Gesundheitsdaten ist eine große Genauigkeit und Sicherheit gefragt. Da nimmt das einige Zeit in Anspruch."

Kompliziertes Abmeldeverfahren
Eine Abmeldung der ELGA ist direkt bei der Krankenkasse oder dem Arzt nicht möglich. Widersprechen kann man nur im Internet mittels Bürgerkarte oder Handysignatur sowie bei der telefonisch erreichbaren Widerspruchsstelle unter 050/124 4411. Telefonanrufer und Internetabmeldende, die keine Signatur haben, wird ein Schreiben zugesandt. Eine Ausweiskopie ist dann zurückzusenden. Wenn diese eingelangt ist, wird der ELGA-Ausstieg verbuch.

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