Düstere Zukunft: Österreichs Staatsverschuldung bei 271,5 Prozent

Düstere Zukunft: Österreichs Staatsverschuldung bei 271,5 Prozent

Österreichs droht laut Forschungsinstitut Eco Austria eine Staatsverschuldung von 271,5 Prozent des BIP - falls die Regierung nicht zu radikalen Reformen ansetzt. Die NEOS fordern diese auf breiter Ebene ein - bei Förderungen, Pensionen und Föderalismus.

Eine Staatsverschuldung von mehr als dem Zweieinhalbfachen des BIP - noch ist Österreich weit davon entfernt. Aktuell liegt die Staatsverschuldung bei 74,5 Prozent des BIP. Mit einer Nettoneuverschuldung von 1,5 Prozent hat Österreich im internationalen Vergleich auch noch eine relativ günstige Ausgangsposition.

Der vom Forschungsinstitut Eco Austria präsentierte "Schulden-Check 2014" zeigt allerdings, dass in Zukunft genau ein solches Szenario droht. In dem Check wurden die Bundesbudgets der Jahre 2014 und 2015 und der neuesten Strategiebericht berücksichtigt. Die Berechnungen des Eco Austria zeigen, dass die "implizite öffentliche Verschuldung" - eine Gegenüberstellung zukünftiger Ausgaben und Einnahmen bei der aktuell geltenden Rechtslage 197 Prozent des BIP betragen wird. Zusammen mit der derzeitigen Verschuldungsquote ergibt sich daraus eine effektive Staatsverschuldung von 271,5 Prozent des BIP.

Ungedeckte Schecks

Die Neos haben daraufhin Österreichs Budgetpolitik als eine "Politik ungedeckter Schecks" bezeichnet.

Neos-Budgetsprecher Rainer Hable forderte daher Reformen in den Bereichen Förderungen, Pensionen und Föderalismus. Durch das Heben von Effizienzpotenzialen im föderalen System, Senken des Förderniveaus auf ein international übliches Niveau und Reformen im Pensionssystem - eine Koppelung des Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung sowie eine vorgezogene Anhebung des Frauenpensionsalters - könne die effektive Verschuldung um 379,6 Prozent gesenkt werden, argumentiert Hable. Auch eine Steuerentlastung ab 2015 wäre so leistbar.

Lesen Sie hier das trend-Interview mit Neos-Chef Matthias Strolz: "Wir müssen anders denken!"

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