Drohungen ans ÖOC: B. Schild und Flock sollen entführt werden

Drohungen ans ÖOC: B. Schild und Flock sollen entführt werden

Als ob die allgegenwertige Terrorangst in Sotschi noch nicht genug ist: Slalomass Bernadette Schild und Skeleton-Medaillenanwärterin Janine Flock wurden in einem anonymen Brief mit Entführung bedroht. Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) sieht jedoch keine akute Gefahr.

Ersten Berichten zufolge, dass Slalom-Superstar Marlies Schild von der Drohung betroffen sei, bestätigten sich nicht. Viel mehr sei ihre jüngere Schwester Bernadette Ziel des Briefes gewesen. Für das ÖOC ist es zurzeit unklar, wie es zur Verwechslung gekommen sei. Auch wisse man nicht, wie der Brief und die Namen Schild und Flock überhaupt nach außen geraten seien.

ÖOC versucht zu beruhigen
"Von einer akuten Bedrohung wird aktuell nicht ausgegangen", hieß es in einer kurz gefassten Stellungnahme des ÖOC. Das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) untersucht das deutschsprachige Schreiben, die russischen Behörden sind informiert.

Der Brief wurde anscheinend gestern im Briefkasten des ÖOC abgegeben. Das Bundeskriminalamt wurde eingeschaltet. Janine Flock sitze bereits im Flieger nach Sotschi, sei aber nicht beunruhigt. Zwei Cobra-Beamte sollen die Athletinnen in Russland beschützen, erklärt ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. Bernadette Schild reist erst vor dem Slalom, der am drittletzten Tag der Spiele stattfindet, nach Sotschi an. "Wir sind hier derart gut bewacht. Wir müssen aber genau prüfen und anschauen, wie ernst man das nehmen muss. Das muss man checken", meint ÖSV-Sportdirektor Hans Pum.

Nicht die erste Drohung
Gleich mehrere Olympische Komitees, darunter auch das ÖOC, hatten bereits im Jänner eine Droh-Email erhalten. Demnach sei bei den Winterspielen in Sotschi mit Anschlägen gedroht worden. Das ÖOC sprach von einem "Fake-Mail von einem Absender aus Israel, der bereits seit einigen Jahren mit diversen Drohungen aktiv ist".

Das österreichische Innenministerium hat bereits im Vorfeld der Winterspiele zwei Verbindungsbeamte (Sportreferat) und zwei Beamte des Einsatzkommandos Cobra nach Sotschi entsendet. Sie begleiten das rund 320 Personen umfassende Team des ÖOC und unterstützen im Rahmen der internationalen Kooperation die russischen Sicherheitsbehörden.

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