Dörflers Brandrede: Selbstlob, Scheiterhaufen und der Dalai Lama

Dörflers Brandrede: Selbstlob, Scheiterhaufen und der Dalai Lama

Der Kärntner Landeshauptmann ist mit sich selbst und der Entwicklung seines Bundeslandes zufrieden. Wäre der Salzburger Finanzskandal in Kärnten passiert, würden "über der Landesregierung fünf Abfangjäger" kreisen.

Das Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat bei einer Rede in Klagenfurt beschrieben, was aus seiner Sicht geschehen würde, wenn der aktuelle Finanzskandal aus Salzburg in Kärnten passiert wäre: "Da würden über der Landesregierung fünf Abfangjäger kreisen und ein Black Hawk über dem Landtag."

Und Dörfer weiter: Der ORF würde aus einem "Sonderstudio in der Portierloge" berichten. "Und ich würde am nächsten Tag am Scheiterhaufen verbrannt."

Mit seiner eigenen Arbeit zufrieden

Aber nicht nur dem Image seines Bundeslandes hat sich Dörfler heute gewidmet, er zog auch eine sachpolitische Bilanz für 2012 - diese sei "herzeigbar" gewesen. Auf parteipolitischer Ebene sei es ein turbulentes Jahr gewesen, sagte Dörfler bei einer Bilanzpressekonferenz. Er sei aber kein Parteisoldat und mische sich in diese Geplänkel nicht ein. Er wolle für die bevorstehende Landtagswahl auch keinen Wahlkampf führen, sondern eine Bewegung, so Dörfler.

Der Regierungschef strich hervor, dass es ihm gelungen sei, die mit dem Bund vereinbarte Asylquote zu erfüllen, die Quartiere würden funktionieren, im kommenden Jahr soll noch ein Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylwerber in Oberkärnten eingerichtet werden.

Bauprojekte

Breiten Raum in der Bilanz nahmen die verschiedenen Bauprojekte im Straßen- und Eisenbahnbau ein, von Brückenbauten bis zu Bahnhofserneuerungen. Die neu installierte "S-Bahn" bezeichnete Dörfler als "Riesenerfolg", im ersten Halbjahr habe es einen Passagierzuwachs von 9,2 Prozent gegeben. Bei der Budgetkonsolidierung sei man auf gutem Kurs, das Nulldefizit 2015 werde erreicht werden.

Kärnten bei der EU

Auch bei den internationalen Beziehungen sieht der Landeshauptmann Erfolge, er habe insgesamt 50 internationale Termine absolviert, vor allem bei der EU in Brüssel, wo er erfolgreich für das transeuropäische Bahnprojekt Baltisch-Adriatische-Achse eingetreten sei. Die Beziehungen zu Oberitalien und Slowenien seien weiter verbessert worden, der Höhepunkt des Jahres sei aber der Besuch des Dalai Lama im Mai in Kärnten gewesen.

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