Dörfler und Dobernig zum BZÖ? Petzner sagt: "Sicher nicht!"

Dörfler und Dobernig zum BZÖ? Petzner sagt: "Sicher nicht!"

In Kärnten geht das Gerücht um, der scheidende Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Harald Dobernig wollen zur Abwechslung mal wieder ihre Farben wechseln. Zwar habe es informelle Gespräche über einen Wechsel der beiden von der FPK zum BZÖ gegeben, doch BZÖ-Abgeordneter Stefan Petzner schließt eine Übernahme der beiden aus.

Wie ein Lauffeuer hat sich am Freitag in Kärnten ein Gerücht verbreitet, wonach Noch-Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Noch-Landesrat Harald Dobernig mit einem Wechsel von der FPK zum BZÖ liebäugeln würden. BZÖ-Abg. Stefan Petzner bestätigte auf APA-Anfrage, dass es informelle Gespräche darüber gegeben habe. Seine Partei lehne diese Variante aber kategorisch ab.

"Wir werden jenen, die alles getan haben, um unsere Bewegung politisch zu vernichten, niemals in unsere Partei aufnehmen", so Petzner. Auf die Frage, ob die Verlockung, mit den beiden Mandaten Klubstatus im Kärntner Landtag zu erreichen, nicht stärker sein könnte als moralische Entrüstung, sagte Petzner: "Nein sicher nicht. Da verzichten wir lieber auf den Klubstatus, das ist völlig klar."

Unterdessen hat Noch-Landesrat Harald Dobernig Gerüchte, wonach er mit einem Wechsel zum BZÖ liebäugeln würde, vehement dementiert. Das sei eine "glatte Lüge", so ein Sprecher Dobernigs. Auch aus dem Umfeld von Dörfler wurde abgestritten, dass ein Parteiwechsel angedacht gewesen sei.

Krisensitzung bei FPK

Indes jagt bei der FPK derzeit eine Krisensitzung die andere. Am Freitag in der Früh trafen die Spitzenfunktionäre im freiheitlichen Landtagsklub zu einer Vorstandssitzung zusammen, an der auch schon zahlreiche Bürgermeister teilnahmen. Die Sitzung könnte für die Blauen zur Zerreißprobe werden, wehren sich doch Noch-Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesrat Harald Dobernig gegen das Ansinnen des geschäftsführenden Parteichefs Christian Ragger, ihre Mandate zurückzulegen.

Ragger hatte die Forderung nach dem Unterschreiben von Verzichtserklärungen der bisherigen Parteispitze mit dem Ultimatum verbunden, ansonsten stelle er sein Mandat zur Verfügung. Angesichts der Tatsache, dass bei der Sitzung am Tag nach der Wahl, als Kurt Scheuch den Parteichef zurücklegte, plötzlich auch Dörfler Ambitionen auf den Chefposten gezeigt haben soll, eine eher riskante Strategie. Wie diese Kraftprobe ausgehen würde, war am Vormittag nicht absehbar, auch die Funktionäre sind gespalten. Während ein Teil am liebsten alle bisherigen Verantwortlichen inklusive Ragger in die Wüste jagen würde, plädieren andere dafür, dass Dörfler in der Politik bleiben soll.

Auch über die von FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache geforderte Wiedervereinigung der traditionell autonomen Kärntner Blauen herrscht Dissens. Strache ist beim Großteil der Kärntner Freiheitlichen nicht ganz so wohlgelitten, genüsslich wird immer wieder auf den Misserfolg der FPÖ bei der Landtagswahl 2009 verwiesen, als die jetzige FPK unter dem Label BZÖ ins Rennen ging.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich