Die AUA und das Tal der Tränen

Die AUA und das Tal der Tränen

Nach dem für die AUA (Austrian Airlines) dramatischen Jahr 2012 ist im Unternehmen nach Vorstandsangaben kein Stein auf dem anderen geblieben.

Für AUA-Chef Jaan Albrecht soll nun 2013 das Jahr sein, "in dem wir den Turnaround ein für allemal hoffentlich schaffen werden." Die Arbeit am Sanierungsprogramm sei nicht beendet, der Grundstein für den Aufbau aber gelegt. 2013 werde dafür die Zerreißprobe sein. 2014 und 2015 will man dann an Wachstum denken.

Von Sommer bis November war die AUA erstmals seit vielen Jahren unterjährig operativ positiv, im Dezember gab es allerdings nochmals Verluste. Für 2013 spricht der Vorstand von einem guten Start. Heuer ist operativ ein kleiner einstelliger Millionengewinn angepeilt. Der Umsatz soll um rund 60 Mio. Euro steigen. Die AUA legt ihren Prognosen ein leichtes Passagierwachstum zugrunde. "Der Markt ist gut. Es gibt keine Anzeichen für eine Marktschwäche", sagte Vertriebsvorstand Karsten Benz.

Unrentable Strecken wurden schon gestrichen. Profitabler unterwegs sein will die AUA im Flugbetrieb heuer durch weniger Flugstunden. Nach Flugzeugverkäufen sind die Kapazitäten zurückgenommen worden. Die Auslastung soll steigen. Auch will die Airline mehr "teurere" (Premium) Sitze verkaufen. Auf den umgerüsteten Langstreckenflugzeugen hofft sie, von anderen Airlines Businesskunden zurückzugewinnen. Auf der Langstrecke setzt die AUA spätere Expansionshoffnungen auf. Die Lufthansa unterstütze ihre Tochter, wurde heute wieder betont, "wir müssen zeigen, dass wir unsere Hausaufgaben machen können", so Albrecht.

Die Kosten müssen weiter runter. Erstmals seit vielen Jahren stellt die AUA heuer aber auch Mitarbeiter ein. Nach den massiven Abgängen durch den Betriebsübergang 2012 werden heuer 150 Leute neu angestellt - konkret bis zu 100 Flugbegleiter, 13 Piloten, über 40 Stations-Mitarbeiter. Dem steht in Verwaltung bzw. Technik der geplante Abbau von ebenfalls rund 150 Jobs gegenüber. Der Vorstand will Doppelgleisigkeiten bei AUA und Tyrolean abbauen.

Der AUA-Konzern war Ende 2012 mit 540 Beschäftigten weniger unterwegs als vor Jahresfrist.

In ganz Europa haben die wichtigsten Airlines des Kontinents im vergangenen Jahr 30.000 Mitarbeiter abgebaut, sagte Albrecht.

Der AUA-Chef geht auch davon aus, dass der Betriebsübergang von Austrian auf Tyrolean rechtens war. Er sieht die Causa demnach bei den Richtern in guten Händen. Einen Plan B für den Fall, dass die AUA die Prozesse verliert, gebe es nicht, weil man davon ausgehe, dass die Gerichte im Sinne der AUA entscheiden werden, sagte Albrecht.

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