"Deutlich rote" ÖVAG

"Deutlich rote" ÖVAG

Nach einem Verlust zu Jahresbeginn werde das Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG "voraussichtlich auch das Jahr 2013 deutlich negativ abschließen", hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht.

In den ersten drei Monaten verbuchte die Bank wegen höherer Risikovorsorgen und geringerer Zins- und Handelseinnahmen ein Minus von 21 Millionen Euro.

Die ÖVAG war in der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste bereits mehrfach von Staat gerettet werden. Nun hält die öffentliche Hand 43 Prozent an der Bank - die Mehrheit gehört immer noch den regionalen Volksbanken.

Im Gegenzug für die milliardenschweren Staatshilfen muss die ÖVAG radikal schrumpfen und ihre Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa abstoßen. Einen Teil der früheren Osteuropa-Tochter VBI hat die Bank bereits an die russische Sberbank verkauft. Das kriselnde Rumänien-Geschäft wollten die Russen jedoch nicht übernehmen.

"Der ÖVAG Konzern befindet sich in einem massiven Restrukturierungsprozess", heißt es im Zwischenbericht. Bei der aktuellen Wirtschaftslage sei ein Verkauf von Geschäftsteilen oder ein rascher Abbau des Ramsch-Portfolios jedoch nicht möglich - was auch weiterhin zu Ergebnisbelastungen führen werde, erklärte das Institut.

Rumänien-Tochter liegt ÖVAG auf der Tasche

Auch die ungeliebte Tochter in Rumänien könnte der ÖVAG im Gesamtjahr wieder auf der Tasche liegen. Sie habe zu Jahresbeginn zwar dank sinkender Vorsorgen für faule Kredite ein leichtes Plus erwirtschaftet. Allerdings würden diese Risikovorsorgen wegen der fallenden Immobilienpreise in Rumänien wieder steigen und die Tochter in die Verlustzone drücken.

Weitere Staatshilfen scheint die Bank vorerst nicht zu benötigen. Ihre Eigenmittelquote lag Ende März bei 16 Prozent und damit leicht höher als zum Jahreswechsel. Die ÖVAG habe 1,2 Milliarden Euro mehr Eigenkapital, als von den Aufsehern vorgeschrieben.

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