Der nächste Rückzug: Frank Stronach verkauft Schloss Reifnitz

Der nächste Rückzug: Frank Stronach verkauft Schloss Reifnitz

Seit längerem beschäftigt der Kauf des Schloss Reifnitz am Südufer des Wörthersees die österreichische Justiz. Frank Stronach wollte aus dem Anwesen ein Hotel mit 270 Betten machen. Es kam nie dazu. Jetzt soll Stronach seine Anteile an den den früheren Magna-Manager Siegfried Wolf verkauft haben.

2005 kaufte Frank Stronach das Schloss Reifnitz am Südufer des Wörthersees. Er wollte es zu einem 270-Betten-Luxushotel samt 14 Luxusvillen umgestalten. Es flossen zwar etliche Millionen in die Sanierung des 1898 erbaute Juwels, doch aus dem Hotelprojekt, das Bedingung für den geringen Kaufpreis von 6,4 Millionen Euro war - wurde nichts.

Das Tourismusprojekt im Schloss Reifnitz ist eines von zahlreichen Projekten, die der Milliardär Frank Stronach in Österreich umsetzen wollte, aber grandios gescheitert sind (Lesen Sie dazu unsere Story: "Frank Stronach und seine Flops: Ein Milliardär auf Irrwegen" .

Jetzt soll Stronach einem Bericht der Tageszeitung Österreich zufolge seine Anteile am Schloss Reifnitz wieder abgegeben haben. Addolf Stark, Bürgermeister von Maria Wörth, soll der Zeitung den Verkauf bestätigt haben. Der neue Eigentümer soll Stronachs langjähriger Weggefährte bei Magna, Siegfried Wolf, sein. Wolf seit Ende 2010 Aufsichtsratschef bei dem zu Oleg Deripaskas Basic Elements Konzern gehörenden Automobilhersteller "Russian Machines", der unter anderem mit der Marke "Wolga" bekannt wurde. Seit 2007 ist Wolf auch Aufsichtsratsmitglied des Baukonzerns Strabag. Im Zusammenhang mit dem Verkauf des Schlosses, das vorher der Gemeinde gehört hatte, sind neben Stronach auch Wolf, der Bürgermeister und zahlreiche Gemeinderäte im Visier der Justiz. Zuletzt hatte allerdings ein Gutachter die Beschuldigten entlastet. Er kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass der Kaufpreis von 6,4, Millionen Euro, vor allem wegen des desolaten Bauzustandes, nicht zu niedrig gewesen sei.

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