"Der Kampf gegen Menschen in Armut nimmt immer aggressivere Ausmaße an"

"Der Kampf gegen Menschen in Armut nimmt immer aggressivere Ausmaße an"

Darauf wies Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner am Freitag hin. Für die Betroffenen gibt es in Wien offenbar zur wenige reguläre Plätze. "Außer uns nehmen nur noch die Vinzenzgemeinschaft und Ute Bock Obdachlose aus EU-Ländern auf", sagte Schwertner zur APA, der Kritik am Umgang mit den Betroffenen übt.

In dieser Woche wurden Obdachlose von der Polizei aus dem Stadtpark vertrieben, die dort seit mehreren Monaten auf Parkbänken ihr provisorisches Nachtquartier aufgeschlagen hatten und bis zu dreimal pro Woche von Nachtstreetworkern der Caritas betreut wurden. Die Exekutive ist nach Beschwerden von Anrainern eingeschritten.

"Als ich zuletzt vor drei Wochen mit den Nachtstreetworkern unterwegs war, habe ich dort mit Menschen aus der Slowakei, Polen und Ungarn gesprochen", sagte Schwertner. Obdachlose aus dem Blickfeld zu entfernen, sei keine Lösung, wurde der Caritas-Generalsekretär von der katholischen Nachrichtenagentur Kathpress zitiert.

Als "menschenunwürdiges Verhalten" bezeichnet die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein, die "Vertreibungsaktion" der Bettlerinnen und Bettler aus dem Wiener Stadtpark. "Der Kampf gegen Menschen in Armut nimmt immer aggressivere Ausmaße an, wie die jetzige Aktion zeigt", so Hebein.

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