Der Doberstick – Symbol der FPK-Politik in Kärnten

Der Doberstick – Symbol der FPK-Politik in Kärnten

Dieser USB-Stick genießt plötzlich wieder Popularität, ist aber nicht so leicht zu bekommen.

Harald Dobernig im Glas, Harald Dobernig ohne Kopf, Harald Dobernig auf Cent-Münzen – auf einer kleinen, aber feinen Facebook-Fan-Seite ist der ehemalige Kärntner Landesrat in allen möglichen und unmöglichen Positionen zu sehen. Genauer gesagt nicht der Mensch Dobernig, sondern ein USB-Stick mit seinem Konterfei und seinem Outfit. Es handelt sich um den so genannten „Doberstick“, eine Art Werbegeschenk, dass der FPK-Politiker vor rund zwei Jahren produzieren und an die dankbare Kärntner Bevölkerung austeilen ließ. Hier der damalige Bericht der Kleinen Zeitung über den Dobernig zum Einstecken .

Plötzlich wiederentdeckt

Wieso ist der Doberstick nun plötzlich wieder so populär? Dieser Tage wurde unter anderem durch die Arbeit des Blogs Kärnten 2020 und der Initiative Frag den Staat bekannt, dass Dobernig im Jahr 2011 unter dem Titel „Brauchtums- und Heimatpflege“ rund eine Million Euro ausgegeben hat – neben Eintrittskarten für Schlagerkonzerte, Puppen, Kirchweihrauch und eine Krawatte wurden unter diesem Aspekt eben auch die Dobersticks angeschafft. Kostenpunkt: Rund 13.000 Euro. Dobernig reagierte auf Anfragen des ORF Kärnten diesbezüglich wie erwartet: Diese Ausgaben hätten nicht dem Eigenmarketing gedient, sondern der Förderung der Volkskultur.

Wie viel ist ein Dobernig-Stick wert?

Die Frage, wie viel ein Dobernig dem Land Kärnten kostete, wird niemals beantwortet werden können. Und auch die Frage, wie viel ein einzelner Doberstick kostete, wird wohl nicht mehr zu klären sein. Beim Start 2011 war davon die Rede, dass insgesamt 300 der kultig-witzigen Sticks zu je 9,90 Euro bestellt worden wären – das würde aber sogar nach Haider´scher Finanzgebarung maximal 3000 Euro ergeben. Bei dem Stückpreis und den in offiziellen Quellen angebenen Ausgaben wären mehr als 1300 Dobersticks bestellt worden.
Nicht nur Kärntner fragen sich daher: In welchen dunklen Kanälen sind die versickert? Wurden sie um teures Geld ins Ausland verkauft?

Her mit dem Doberstick!

Wir würden so gerne einen Doberstick haben, um beispielsweise Daten über die Kärntner Wirtschaft zuverlässlich speichern zu können. Alleine – es sind keine zu finden, weder auf eBay noch auf willhaben.at sind die Kärntner Manderln im Trachtenjanker noch zu haben. Es bleibt abzuwarten, ob dadurch nach dem Vorbild von Apple die Preise künstlich in die Höhe getrieben werden sollen.

Jedenfalls sind wir weiter auf der Suchen nach Dobersticks – falls welche auftauchen, wäre uns das beispielsweise eine CD mit den „Schönsten Kärntnerliedern“ wert – wir wollen schließlich das Kärntner Brauchtum hochhalten. So wie Herr Dobernig.

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