Demokratie-Ranking: Österreich verbessert sich auf Rang Neun

Demokratie-Ranking: Österreich verbessert sich auf Rang Neun

Die Schweiz folgt auf Rang vier vor Dänemark. Insgesamt wurden 115 Länder evaluiert. Untersucht wurden Faktoren wie Freiheit, Geschlechtergleichstellung oder wirtschaftliche Entwicklung.

Dazu wurden politische und nicht-politische Faktoren der Gesellschaft wie Freiheit, Geschlechtergleichstellung, wirtschaftliche Entwicklung, Wissen, Gesundheit und Umwelt untersucht und die Ergebnisse für die Zeiträume 2011-2012 mit jenen für 2008-2009 verglichen. Untersucht wurden die Lage in Staaten, die von der US-Menschenrechtsorganisation Freedom House als "frei" bzw. "teilweise frei" bezeichnet werden. Laut David Campbell, dem wissenschaftlichen Leiter der Projekts, seien aus dem "Democracy Ranking" zwei Schlussfolgerungen zu ziehen: "Es zeigt eine absolute Rankingliste sowie die Veränderung der Qualität der Demokratie über einen längeren Zeitraum."

Obwohl auch heuer neun der ersten zehn Staaten aus Europa kommen, sei in insgesamt elf europäischen Staaten, unter anderem in Großbritannien und Griechenland, eine absteigende Tendenz zu beobachten gewesen. So sei das krisengeschüttelte Griechenland unter den Staaten mit der geringsten Verbesserung weltweit. "Die Resultate lassen darauf schließen, dass die politischen Systeme ihre Demokratie besser gegen Dämpfungen der Konjunktur absichern konnten", so Campbell.

Größter Fortschritt im arabischen Raum

Den größten Fortschritt bei der Verbesserung der Demokratiequalität konnte Tunesien verzeichnen. Mit Libyen und Ägypten fanden sich zwei weitere arabische Nationen unter den Staaten mit den größten Verbesserungen. In Ägypten sei jedoch eine Verschlechterung der Geschlechtergleichstellung und in Libyen eine negative Wirtschaftsentwicklung festzustellen.

Die Situation in Südamerika sei mit jener in Süd- und Osteuropa zu vergleichen. Verbesserungen in allen Bereichen außer der Umwelt habe es auch in Brasilien gegeben. "Brasilien reflektiert den weltweiten Durchschnitt", so Campbell. "Anstatt Konflikte mit Gewalt jeglicher Art zu lösen, sollten Demokratien unterstützt werden, das fördert auch die wirtschaftliche Entwicklung."

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