Das Ende einer Polit-Karriere: Monika Lindner tritt als Nationalrätin zurück

Das Ende einer Polit-Karriere: Monika Lindner tritt als Nationalrätin zurück

Die zur Nationalratswahl vom Team Stronach nominierte "wilde" Abgeordnete Monika Lindner zieht die Konsequenzen aus der anhaltenden Kritik an ihr und tritt zurück.

Wien. Monika Lindner, die heftig kritisierte Nationalratsabgeordnete, hat mit sofortiger Wirkung ihr Mandat im Parlament zurückgelegt. Die "gezielte, gegen sie geführte Kampagne" habe sie zu diesem Schritt veranlasst, gab Lindner per Aussendung bekannt.

Lindners Polit-Karriere stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Am 12. August wurde sie vom Team Stronach als Kandidatin mit einem prominenten Listenplatz für die Nationalratswahl nominiert. Die frühere ORF-Generaldirektorin (2002 - 2006) wurde hinter dem Parteigründer Frank Stronach und dessen Statthalterin Kathrin Nachbaur am dritten Platz der Liste gereiht. Frank Stronach präsentierte solz seinen großen Fang.

Nur drei Tage danach waren Stronach und Lindner aber schon keine Freunde mehr. Lindner zog ihre Kandidatur für das Team Stronach zurück. Zur Wahl trat Lindner dann aber dennoch an und schaffte promt den Sprung in den Nationalrat. Weil sie den Rückzug von der Partei erst nach der Abgabe der Wahlvorschläge bekannt gab, konnte sie nicht mehr von der Liste gestrichen werden.




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Besonders in Kritik geriet Lindner, weil sie als "wilde Abgeordete" zwar keine Aufgaben im Parlament erfüllen hätte können, zusätzlich zu ihrer Pension als ORF-Generaldirektorin von 10.500 Euro monatlich aber noch ein Abgeordneten-Gehalt von 8.000 Euro monatlich kassiert hätte. Weitern Unmut der Bevölkerung zog sie sich zu, als bekannt wurde, dass der ORF sämtliche Auftragsvergaben unter der früheren Generaldirektorin prüft. Während der Ära Lindner wurde die Agentur ihres Lebensgefährten ohne Ausschreibung mit zahlreichen Aufträgen bedacht.

Lindner hat nicht nur ihr Nationalratsmandat zurückgelegt. Sie wird auch den im Mai auslaufenden Posten des Vizepräsidenten des Roten Kreuz nicht mehr annehmen.

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