Darabos tritt zurück und wird wieder Bundesgeschäftsführer

Darabos tritt zurück und wird wieder Bundesgeschäftsführer

Norbert Darabos dürfte schon demnächst als SPÖ-Bundesgeschäftsführer wieder an alter Wirkungsstätte Platz nehmen.

Dass Darabos nun in die Löwel-Straße zurückkehrt, entbehrt nicht einer gewissen Logik. Denn er hat dereinst als Bundesgeschäftsführer (gemeinsam mit Doris Bures) völlig überraschend Alfred Gusenbauer ins Kanzleramt geführt und weniger überraschend Heinz Fischer als Wahlkampfleiter in die Hofburg gelotst. Davor hatte er trotz Bank Burgenland-Skandals Hans Niessl zu einem Wahltriumph im Burgenland geführt und war so für die Bundesebene erst interessant geworden.

Diese Erfolge liegen freilich schon eine Zeit zurück und Darabos' letzte Kampagne, nämlich die rund um den Jahreswechsel für das Berufsheer ging gehörig in die Hose. Rund 60 Prozent sprachen sich für den Erhalt der Wehrpflicht aus.

No-Name könnte Verteidigungsminister werden

Bestätigt sich ein Bericht der "Tiroler Tageszeitung", wird der Vorsitzende der SP-Fraktion in der Länderkammer, Gerald Klug, neuer Verteidigungsminister. Damit könnte wohl auch der steirische Landeshauptmann Franz Voves (S) besser verschmerzen, dass sein Landsmann Günther Kräuter aus der Parteizentrale in die Volksanwaltschaft wechselt. Denn auch Klug ist Steirer.

Von seiner Ausbildung her hat der 44-jährige Grazer eine interessante Vita. Gelernt hat er als Dreher, später ging er an die Uni und absolvierte in seiner Heimatstadt erfolgreich ein Jus-Studium.

Politisch begann der Metaller-Gewerkschafter in der Arbeiterkammer, nebenbei besetzte er Funktionen in steirischer Gebietskrankenkasse und Arbeitsmarktservice. Ins Hohe Haus zog Klug 2005 ein und zwar in den Bundesrat, dem er auch bis heute treu blieb.

Seine bisher wichtigste Funktion ist die des Fraktionschefs der SPÖ in der Länderkammer, die Klug seit 2010 ausfüllt. Dass er nicht Präsident des Bundesrats wurde, ist auf einen rot-schwarzen Deal zurückzuführen, der diesen Posten der ÖVP zuschanzte, obwohl diese in der Steiermark nur die Nummer zwei ist.

Aufgefallen ist Klug, der den Präsenzdienst absolviert hat, in Land und Bund nicht wirklich. In die Öffentlichkeit schaffte er es mit einer vom Bundesrat in die Wege geleitete Gesetzesinitiative, durch die Gemeinden auch über Bezirks- und Ländergrenzen hinweg Verbände eingehen können.

Kräuter Volksanwalt?

Günther Kräuter soll Volksanwalt werden. Zwar scheint der Job für ihn wie geschaffen, dennoch ist es für den steirischen Parlamentsroutinier wohl doch etwas enttäuschend, gerade einmal ein halbes Jahr vor der Nationalratswahl die Parteizentrale räumen zu müssen. Zum Verhängnis wurde ihm weniger sein von Beginn an getrübtes Verhältnis zu Co-Geschäftsführerin Laura Rudas als die Schlappen bei EU-Wahl und Wehrpflicht-Volksbefragung.

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