"Damit der Bazillus der Korruption nicht auch noch die FPÖ befällt"

"Damit der Bazillus der Korruption nicht auch noch die FPÖ befällt"

In der Debatte über die Zukunft des freiheitlichen Lagers in Kärnten hat sich am Freitag der ehemalige FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2009 und Ex-Vizebürgermeister von Klagenfurt, Mario Canori, zu Wort gemeldet.

Canori forderte im Gespräch mit der APA die Abhaltung eines FPÖ-Landesparteitages. Dabei soll der derzeitige FPÖ-Landesparteichef Christian Leyroutz abgewählt und die Kooperation mit der FPK beendet werden.

Mit einem neuen FPÖ-Landeschef und dem Ende der Kooperation mit der FPK "werden wir prophylaktisch dafür Sorge tragen, dass allenfalls der Bazillus der Korruption nicht auch noch die FPÖ befällt", sagte Canori. Leyroutz müsse gehen, da er in den vergangenen Jahren "Mittäter und Profiteur" gewesen sei und die Politik der FPK "widerspruchslos zur Kenntnis" genommen habe.

"Eine Erneuerung kann nur mit neuen Gesichtern funktionieren", sagte Canori. Wer FPK-Obmann Christian Ragger oder FPÖ-Obmann Leyroutz unterstütze, "bekommt ja wieder den alten Weg". Die beiden würden "auch in Zukunft loyale Erfüllungsgehilfen des System Scheuch sein. Und das wurde beeindruckend abgewählt", so Canori. Er selbst sei bereits bald nach dem Tod Jörg Haiders zur Mutterpartei FPÖ zurückgekehrt, "weil mir klar war, was kommt". Nun forderte er alle "ehrlichen Freiheitlichen" auf, unter das "Dach" der FPÖ zurückzukehren.

Derzeit existiere in Kärnten "schon fast keine politische Bewegung mehr, die sich nicht mit Korruptionsvorwürfen beschäftigen muss", so Canori. Er forderte deshalb etwa "einen Wertekatalog mit verbindlichen, zivilrechtlichen Vereinbarungen und verpflichtenden Konsequenzen bei Verstößen".

Bei der Landtagswahl 2009 verpasste Canori als FPÖ-Spitzenkandidat den Einzug in den Landtag. Danach wurde es um Canori politisch eher still. Aktuell ist er "einfaches Parteimitglied".

"Canori hat keine Berechtigung in der Politik mitzureden"

FPÖ-Landesparteichef Christian Leyroutz hat am Freitag den Vorstoß von Ex-Spitzenkandidat Mario Canori zurückgewiesen, der die Abwahl von Leyroutz und das Ende der Kooperation mit der FPK gefordert hatte. Canori habe "keine Berechtigung in der Politik mitzureden", sagte Leyroutz zur APA. Der ehemalige Klagenfurter Vizebürgermeister hätte die Kärntner FPÖ 2009 übernehmen können, habe es aber nicht getan, da er dafür kein Geld bekommen hätte, so Leyroutz.

Zudem habe Canori "jede Wahl", bei der er angetreten sei, verloren. Bei der Landtagswahl 2009 habe er mit einem Wahlkampfbudget von rund zwei Mio. Euro lediglich 3,7 Prozent erreicht. "Das ist niemand, von dem ich mir vorschreiben lasse, wann ich einen Parteitag abzuhalten habe", so der FPÖ-Politiker. Wenn sich Canori unbedingt einbringen wolle, könne er bei der Basis - "etwa in einer Ortsgruppe" - beginnen, meinte Leyroutz.

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