Busek wählt Karas

Busek wählt Karas

Erhard Busek ist der wandelnde Zeigefinger der ÖVP. Wenn es darum geht, der Partei Wankelmut, Nationaldünkel oder sonstige reaktionäre Eigenarten vorzuhalten, ist der vormalige Parteichef und Vizekanzler mit wortgewaltiger Kritik zur Stelle – aus Sicht vieler ÖVP-Funktionäre fast inflationär häufig.

Groß wie selten war aber die Aufregung, als Busek in einem Interview mit der Hamburger „Zeit“ vor einigen Wochen gestand, bei der Nationalratswahl 2013 ausgerechnet dem größten Konkurrenten der ÖVP seine Stimme geschenkt zu haben: den Neos. Begründung: Die Neos seien „die bessere Volkspartei“.

Für die Europawahl können die Bürgerlichen aufatmen, zumindest was Busek betrifft. Der Altgrande wird der Altpartei keine weitere Schocktherapie verordnen. Zumindest keine große. „Ich werde Othmar Karas wählen“, verriet er FORMAT. Denn der konservative Spitzenkandidat sei in Brüssel „effektiv und durchsetzungsfähig“. Busek: „So ein Verhalten gehört belohnt.“ Und das im Übrigen nicht zum ersten Mal. „Ich habe Karas schon meine Vorzugsstimme gegeben, als die Partei 2009 Ernst Strasser aufgestellt hat, und bleibe mir somit nur selber treu“, sagt Busek. Und der ÖVP will er den Erfolg einer Rückholung des verlorenen Sohns auch nicht gönnen. „Die Bundespartei ist für mich in diesem Zusammenhang nicht relevant. Ich halte es für einen Fehler der Medien, aber auch der Parteien, diese Wahl als Bundeswahl darzustellen. Auf den Karas-Plakaten steht die ÖVP erst gar nicht drauf. Karas ist da konsequenter.“ Für kontraproduktiv hält Busek einige Querschüsse aus der Partei im Karas-Wahlkampf. Es geht um rosa Luftballons, die ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel zum Neos-Wahlkampfauftakt verteilte: „Nichts als heiße Luft“, stand darauf. Und: „Wer für alles o_ en ist, kann nicht ganz dicht sein.“ Busek: „Dieses Negative Campaigning gegen die Neos halte ich für ausgesprochen dumm. Und es wird dem eigenen Wahlerfolg auch nicht sehr förderlich sein.“

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