Bundestheater-Holding-Chef Springer tritt zurück

Bundestheater-Holding-Chef Springer tritt zurück

Nach Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann Mitte März gefeuert wurde, nimmt nun der Georg Springer seinen Hut. Der Holding-Chef der Bundestheater hatte nach dem Abgang von Hartmann seine Aufsichtsratsmandate bei den Bundestheater-Töchtern zurückgelegt. Springer geht im Juni in Pension.

Wien. Das Personalkarussell rund um den Burgtheater-Skandal dreht sich weiter. Nun hat der Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer seinen Abgang angekündigt.

Er tritt als Geschäftsführer der Bundestheater-Holding mit Ende der Spielzeit, also mit 30. Juni, zurück. Er habe sich zu diesem Schritt entschlossen, "um eine Versachlichung der Diskussion um die Bundestheater-Holding zu ermöglichen", hieß es in einer heute, Montag, veröffentlichten Erklärung Springers. Kurz nachdem die Finanzaffäre des Wiener Burgtheaters im März aufgedeckt wurde, hat Springer unter anderem seine Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Burgtheater GmbH zurückgelegt. Springer erklärte, er habe Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) vergangenen Freitag "in einem ausführlichen, persönlichen Gespräch informiert und über das Wochenende die nötigen Vorbereitungen für meinen Rücktritt getroffen", so Springer. "Mein Geschäftsführervertrag wird mit 30. Juni 2014 einvernehmlich aufgelöst, so dass ich anschließend in den Ruhestand treten werde." Der vorgesehene Pensionsantritt wäre der 31. Dezember dieses Jahres gewesen.

Aus freien Stücken

"Dieser von mir allein und aus freien Stücken getroffenen Entscheidung liegt die Sorge zugrunde, in einer besonders wichtigen Phase des Unternehmens zu einer Belastung der Holding, damit des Bundestheaterkonzerns und seines Eigentümers zu werden", heißt es weiter. Er werde wie in den vorangangenen 27 Jahren verantwortungsvoller Tätigkeit für die Österreichischen Bundestheater "auch weiterhin mit voller Kraft und größtem Einsatz alles tun, um eine lückenlose Aufklärung jener Umstände zu ermöglichen und zu beschleunigen, die das Burgtheater in den letzten Monaten zum Gegenstand einer rundum theatralischen und wenig sachlichen Diskussion gemacht haben".

Stellvertreter Stoss übernimmt

Die Geschäfte der Bundestheater-Holding werden vorübergehend von Springers Stellvertreter Othmar Stoss übernommen. Der Prozess zur angekündigten Strukturreform der Holding soll "zügig fortgesetzt", hieß es in einer Aussendung des Kulturministers Josef Ostermayer (SPÖ) zur einvernehmlichen Auflösung des Dienstvertrages von Georg Springer als Geschäftsführer der Bundestheater-Holding.

Die Entscheidung, die Funktion des Geschäftsführers vorzeitig zurückzulegen, sei "ein großer Schritt von Dr. Springer. Ich danke ihm für seine Arbeit in den letzten Monaten, die zur Beseitigung der vergangenen Krise im Burgtheater beigetragen hat. Nun gilt es, einerseits die Analyse der vorhandenen Struktur und den damit begonnenen Reformprozess zügig fortzusetzen und andererseits die Vergangenheit restlos aufzuklären, zu analysieren und daraus für die Zukunft zu lernen", so Ostermayer.

Mit der Einholung eines Rechtsgutachtens zur Prüfung sämtlicher Verantwortlichkeiten, der Einschaltung des Rechnungshofes zur umfassenden Gebarungsprüfung der Burgtheater Gmbh und Einleitung des Strukturreformprozesses der Bundestheater Holding seien "sämtliche Schritte gesetzt, um eine Aufklärung der Vergangenheit lückenlos und transparent zu ermöglichen und die Bundestheater in eine sichere Zukunft führen zu können".

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