Biotechfirma Apeiron weitet Geschäftsfeld aus

Biotechfirma Apeiron weitet Geschäftsfeld aus

Wiener Biotech-Unternehmen geht mit Gründung eines Tochterunternehmens für die Biomarker-Technologie vrstärkt in Richtung personalisierte Medizin. Apeiron-CEO Hans Loibner sieht vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Das Wiener Biotech-Unternehmen Apeiron Biologics AG engagiert sich in Sachen Biomarker für die personalisierte Medizin. Apeiron gab am Donnerstag die Gründung seines Tochterunternehmens Attoquant Diagnostics GmbH (Attoquant) bekannt. Dieses soll einen Analyse-Service für das Renin Angiotensin System (RAS) vermarkten. Das RAS-System stellt einen physiologischen Komplex dar, der bei vielen Krankheiten eine wichtige Rolle spielt.

Die neue Peptid-Analytik "RAS-Fingerprint ", die ursprünglich von Apeiron entwickelt worden ist, soll sowohl vermarktet als auch weiterentwickelt werden. Laut einer Aussendung handelt es sich weltweit um eine einzigartige Technologie zur besonders sensitiven Messung und Quantifizierung von allen Peptiden des Renin Angiotensin Systems (RAS) aus Blut sowie aus verschiedenen Geweben.

Diese Peptide, eigentlich Hormone, spielen unter anderem für die Regulierung des Blutdrucks, des Wasserhaushalts sowie bei akuten und chronischen Entzündungen eine bedeutende Rolle. Es geht dabei zum Beispiel um den Bluthochdruck, aber auch um Veränderungen des Wasserhaushalts des Körpers bei akuten Erkrankungen.

„Diese neuartige Technologie kann z. B. bei Bluthochdruck zum gezielteren Einsatz von Blutdrucksenkern verwendet werden sowie zur rationalen Neuentwicklung von solchen Medikamenten. Weiters ermöglicht der RAS-Fingerprint ein besseres Verständnis bei Vorsorge und Behandlung von Herz-Kreislauf Erkrankungen sowie Nierenerkrankungen und besitzt generell ein großes Potenzial als diagnostischer und therapeutischer Biomarker“, hieß es in der Aussendung.

Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron, sagte: "Die Methodologie wurde im Zuge der Untersuchungen zur Pharmakologie des 2010 erfolgreich an die GlaxoSmithKline (GSK) auslizenzierten Projekts APN01 (ACE 2) erarbeitet und hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im präklinischen und insbesondere im klinischen Bereich."

Apeiron – Mitbegründer war der Wiener Biotech-Wissenschafter Josef Penninger – hat auf der Basis von dessen Forschungsarbeiten das humane RAS-Hormon ACE 2 (Angiontensin Converting Enzyme 2) als möglichen Therapieansatz bei akutem Lungenversagen entwickelt. GSK damit führt derzeit Phase II-Studien an Patienten durch. Apeiron selbst ist sonst in der Immuntherapie von Krebserkrankungen (Glioblastom bei Kindern) und zum Beispiel in der Entwicklung eines Hautschutzes gegen Entzündungen (Superoxiddismutase), zum Beispiel bei Strahlentherapie, engagiert.

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