"Bienengipfel": Spindelegger ruft "Kehrtwende" aus

"Bienengipfel": Spindelegger ruft "Kehrtwende" aus

"Wir werden eine neue Linie ausgeben", sagte er am Dienstag vor dem Ministerrat mit Verweis auf den heutigen "Bienengipfel": Wenn auch nur der geringste Verdacht bestehe, dass Pestizide für das Bienensterben verantwortlich seien, dann müsse Österreich für ein Verbot stimmen.

Dass Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (V) sich auf EU-Ebene gegen ein Verbot von drei Pestiziden ausgesprochen hatte, war Anlass für heftige Diskussionen und Kritik gewesen. Spindelegger sprach von einer "großen und öffentlichen Empörung" und wünscht sich eine "Versachlichung". Diese habe der Landwirtschaft mit dem "Bienengipfel" auch eingeleitet.

Dort würden alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammengeführt, hofft Spindelegger. Klar ist aber schon jetzt: Wenn man nicht ausschließen könne, dass die Gifte einen Anteil am Bienensterben haben, soll ein Verbot kommen. "Die Bienen sind uns selbstverständlich auch wichtig", so der ÖVP-Obmann.

Berlakovich selbst kommentierte die "Kehrtwende" nur knapp. Er verwies auf den Gipfel, den er selbst einberufen habe. "Es geht darum, das wir eine bessere Lösung erzielen."

Gesundheitsminister Alois Stöger (S) bekräftigte die Linie seiner Partei, die schon bisher für ein Verbot war. "Die öffentliche Diskussion hat klar gemacht, was die Bevölkerung will", sagte er. In der ÖVP ortete er denn auch einen Diskussionsprozess, der abzuwarten sei.

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