Bawag kann Gewinn steigern und will Staatshilfen tilgen

Bawag kann Gewinn steigern und will Staatshilfen tilgen

Vor Steuern stieg der Bawag-Gewinn dank geringerer Kosten und Vorsorgen für faule Kredite um 45 Prozent auf 96,2 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Damit erntet die ehemalige Gewerkschaftsbank die Früchte des seit 2010 laufenden Sparprogramms.

Nach der Rückzahlung einer ersten Tranche im ersten Halbjahr hat das Institut derzeit noch 500 Millionen Euro an Staatskapital auf seinen Büchern. "Weitere künftige Teil-Einziehungen des Partizipationskapitals sind bereits geplant", hieß es in der Mitteilung. "Dies wird Gegenstand der Planung für 2014 sein", ergänzte eine Sprecherin.

Die Republik Österreich könnte unter Umständen sogar noch heuer eine zweite Tranche an Staatsgeld-Rückzahlung von der BAWAG bekommen. Bankchef Byron Haynes sagte am Dienstag bei der Halbjahrespressekonferenz, es könnte im heurigen zweiten Halbjahr noch sein. Das hänge aber nicht von der BAWAG ab.

"Wir können das nicht planen", sagte Finanzvorstand Andreas Arndt. Abhängig sei die Entscheidung nämlich von den regulatorischen Erfordernissen und Behördengenehmigungen. Von ihrer Kapitalausstattung sähe sich die BAWAG dazu in der Lage, auch der Rechtsstreit mit Linz ändert für den Vorstand nichts an dieser Einschätzung.

Osteuropa-Rückzug läuft

Ihren Rückzug aus Osteuropa setzt die Bank mit einem Verkauf ihres 1,3-prozentigen Anteils an der ungarischen BayernLB -Tochter MKB fort. Im Juni habe die Bawag beschlossen, die Beteiligung an die Bank selbst zu verkaufen - wartet dafür aber noch auf grünes Licht von den ungarischen Behörden.

Insgesamt hat die Bawag ihr Engagement in Zentral- und Osteuropa in den vergangenen zwölf Monaten um 35 Prozent zurückgefahren. Im Zuge dessen hatte sich das Geldhaus auch von seiner polnischen Leasingtochter getrennt und die Bankentochter in Slowenien mit dem österreichischen Mutterinstitut verschmolzen. Das Osteuropa-Geschäft macht nun nur noch drei Prozent der Bilanzsumme aus.

Das Institut gehört zu rund 52 Prozent dem US-Finanzinvestor Cerberus. Weitere 39 Prozent hält der US-Fonds Golden Tree. Die restlichen neun Prozent gehören österreichischen Investoren - etwa der Post, sowie den Versicherungen Generali und Wüstenrot.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich