Baustoffindustrie mit Umsatzminus

Baustoffindustrie mit Umsatzminus

Die österreichische Baustoffindustrie hatte im ersten Halbjahr 2012 mehr Probleme als erwartet.

"Wir haben die Gewitterwolken nicht gesehen, aber sie sind gekommen", erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes für Stein- und keramische Industrie Andreas Pfeifer am Dienstag. Nach einem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr hoffe er auf eine "schwarze Null" zu Jahresende. Erholt sich die Branche nicht, sei auch mit Personalabbau zu rechnen.

Konkret fiel der Umsatz der Branche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,22 Prozent auf 1,583 Mrd. Euro. Im zweiten Halbjahr erhofft sich die Branche dieses Minus wieder wettzumachen. "Die Auftragslage ist nicht hoffnungslos", so Pfeifer. Das angestrebte Wachstum von zwei Prozent wird aber wohl nicht erreicht werden.

Das Sorgenkind der Branche bleibt der Tiefbau. Rückläufige Infrastrukturinvestitionen etwa im Straßenbau ebenso wie weniger regionale Projekte machen besonders den Bauzulieferern zu schaffen. In Summe fiel der Umsatz hier um 2,35 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro. Unter den Schwergewichten war der Rückgang besonders deutlich in der Transportbetonindustrie mit -8,61 Prozent (165,7 Mio. Euro) und der Zementindustrie mit -5,51 Prozent (157,9 Mio. Euro). Negativausreißer war mit -21,59 Prozent die Naturwerksteinindustrie (11,54 Mio. Euro). Positiv entwickelten sich hingegen die Industriezulieferer (Feinkeramik, Feuerfest und Schleifmittel) mit einem Umsatzplus von 2,93 Prozent auf 353 Mio. Euro.

Derzeit arbeiten 14.400 Menschen in der Baustoffindustrie, das sind plus 0,62 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Im Vergleichszeitraum 2008 waren es allerdings noch über 16.000 Beschäftigte.

Als problematisch empfindet der Fachverband die Energie- und Ressourceneffizienzziele. Diese engen den Handlungsspielraum "massiv" ein, so Robert Wasserbacher, Geschäftsführer des Forums mineralische Rohstoffe. Die Ziele seien teilweise widersprüchlich, auch weil der Gesamtkontext nicht einbezogen wird. "Umweltschutzziele erreichen zu wollen, ohne den Verkehr miteinzubeziehen, ist unrealistisch", ergänzte Pfeifer. So habe etwa Recycling keinen Sinn, wenn dafür Transportwege von 400 Kilometer in Kauf genommen werden müssen.

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