Bank Austria spart: Bis zu 850 Jobs betroffen

Bank Austria spart: Bis zu 850 Jobs betroffen

Die Bank Austria will in den kommenden zwei Jahren in Österreich 130 Millionen Euro zusätzlich einsparen. 70 Millionen davon sollen durch das Personal hereingeholt werden. Die Posten sollen durch Teilzeitarbeit und freiwillige Abgänge abgebaut werden.

Als Auslöser für das Sparpaket gibt die Bank Austria den schleichenden Rückgang des Bankengeschäftes in Österreich sowie höhere Kosten durch Regulierung an. 270 Millionen Euro gehen durch Eigenkapitalanforderungen, Abwicklungsfonds und Einlagensicherung verloren, 97 Millionen Euro durch die Bankenabgabe.

Bank-Austria-Chef Willibald Cernko möchte jedoch keine Entlassungen vornehmen, man setze auf freiwillige Abgänge, die natürliche Fluktuation und Teilzeitlösungen: "Mir ist es lieber, jemanden zu 50 Prozent im Haus zu haben als ganz raus", denn so gehe das Know-How nicht verloren.

Die Bank Austria ist im Umbau begriffen. Im Sommer wurden bereits die Schließung von 67 Filialen, einem Viertel des Netzes angekündigt. Weitere Schließungen werde es laut Cernko aber nicht geben. Die UniCredit-Tochter setzt dafür mehr auf "Smart Banking". Das Bankgeschäft, vor allem Beratungen, können damit auch über Videotelefonie, E-Mail, Telefon und SMS sowie Terminals stattfinden. Die dafür angekündigten Investitionen von 100 Millionen Euro bleiben im Programm.




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Kritische Worte hat Cernko für die Politik übrig: "Die Bankensteuer kostet Arbeitsplätze", meint der Bank-Austria-Chef. "97 Millionen Euro entspricht etwa 1.200 Jobs." Er könne nicht glauben, dass es in Österreich "auch nur einen Politiker gibt, der sagt, 1.200 Jobs sind mir Wurst".

Cernko kritisiert desweiteren den Vorschlag des scheidenden Finanzstaatssekretärs Andreas Schieder (SPÖ), der besagt, die Banken sollten durch eine Verlängerung der höheren Bankenabgabe für die Kosten der Hypo-Sanierung zahlen. "Wo waren denn die, die zugelassen haben, dass Kärnten über 20 Milliarden Euro an Haftung übernommen hat? Wo war die Aufsicht?", schäumt Cernko. Er sei zwar zur Mithilfe bereit, aber "ich zahle nicht für Wahnsinnige".

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