Auf der Suche nach Effizienzsteigerung bei der Energie

Auf der Suche nach Effizienzsteigerung bei der Energie

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will das Energieeffizienzgesetz demnächst fertigstellen - die Ziele zur Verbrauchssenkung werden aber nicht erreicht werden.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) möchte demnächst das Bundesenergieeffizienzgesetz fertig haben und in Begutachtung schicken können, kündigte der Ressortchef am Mittwochnachmittag beim "Oesterreichs Energie Kongress 2012" in Innsbruck an, dem Branchentreff der E-Wirtschaft. Allerdings gebe es noch einige Knackpunkte bei dem Gesetz, das eigentlich schon vor dem Sommer hätte fertig sein sollen.

Das Gesetz werde nur rund ein Drittel des 200-Petajoul-Ziels bis 2020 leisten können, was die Reduktion des Energieverbrauchs betreffe - das sei einer der noch offenen Problempunkte, räumte der Minister ein. Daher werde auch in anderen Bereichen noch etwas zu tun sein. Insgesamt liege der "Königsweg" im Energiebereich aber bei der Effizienzsteigerung - mehr noch als bei neuen Kraftwerken, so der Minister.

Diskutiert werde auch die Frage der Lastenaufteilung, was die Verpflichtungen betreffe: Laut EU-Richtlinie könnten nämlich z.B. im Strombereich auch allein die Energieversorger verpflichtet werden, für die Umsetzung des jährlichen 1,5-Prozent-Ziels zu sorgen; an eine Verpflichtung für Netzbetreiber oder die Haushalte werde dagegen nicht gedacht.

Als nationale Effekte solle das Bundesenergieeffizienzgesetz 320 Millionen Euro Energiekosteneinsparung bringen, für 544 Millionen Euro BIP-Anstieg sorgen und 6.400 neue Jobs schaffen, geht aus einem von Mitterlehner gezeigten Chart hervor.

Bis April 2013 muss Österreich das nationale Ziel bis 2020 und den Umsetzungsplan an die EU-Kommission nach Brüssel melden, wie dies alle Mitgliedsstaaten zu tun haben, so der Minister. Das Ziel werde dabei mit den 1,5 Prozent pro Jahr festzulegen sein, der Bund sollte mit einer 3-prozentigen jährlichen Sanierungsquote eine Vorbildfunktion haben. Die vorgesehenen Sanktionen bei Nichteinhaltung seien "eine EU-Diktion", so Mitterlehner.

Beim Verbrauch von Strom aus Erneuerbaren Energien liege Österreich in der EU mit 67 Prozent Anteil am 1. Platz, würdigte der Minister. Beim Anteil Erneuerbarer am Bruttoinlandsverbrauch rangiere unser Land auf Platz 3, ebenso bei der CO2-Bilanz bezogen auf BIP-Einheiten am drittbesten Platz, bei der Energieeffizienz in Europa an 4. Stelle.

EU-Kommissar Günther Oettinger sagte in einer Videobotschaft an die Innsbrucker Tagungsteilnehmer, das Energiesystem sei für die Zukunft grundsätzlich umzugestalten, nicht nur in Deutschland oder Österreich, sondern in ganz Europa. Dabei gehe es um eine möglichst CO2-arme oder -freie Energieerzeugung, einen vernünftigen Ausbau Erneuerbarer Energien sowie Energieeffizienz und E-Mobilität. "Neuer Umgang mit Energie" heiße auch "neue leistungsfähige, intelligente Netze" sowie ein "pro-aktives Verbrauchsverhalten", so Oettinger.

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