Auch Österreich schrammt nur knapp an der Rezession vorbei

Auch Österreich schrammt nur knapp an der Rezession vorbei

Auch im ersten Quartal blieb das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) praktisch unverändert - bereits zum vierten Mal in Folge -, das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sprach am Mittwoch von einem Nullwachstum im Quartalsabstand.

Zuletzt hatte es im 1. Quartal 2012 ein nennenswertes reales Quartalswachstum in Höhe von 0,5 Prozent gegeben, danach bewegte sich das BIP jeweils zwischen +0,1 im 2. Quartal und -0,1 Prozent im 4. Quartal, also um die Nulllinie.

Im Jahresabstand schrumpfte das heimische BIP jetzt im 1. Quartal sogar um 0,6 Prozent real, nach noch 0,7 Prozent Zuwachs im 4. Quartal 2012.

Alles bleibt schwach

Weder die Inlandsnachfrage noch die Außenwirtschaft lieferten zuletzt nennenswerte Impulse für Österreichs Wirtschaft, erklärte das Wifo am Mittwoch zum Nullwachstum des heimischen BIP im 1. Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal. Die Nachfrage der privaten Haushalte sei weiter schwach gewesen, ebenso die Investitionstätigkeit der Firmen.

Der Konsum der privaten Haushalte habe von Jänner bis März erneut stagniert, der öffentliche Konsum habe sich dagegen gegenüber der Vorperiode um 0,5 Prozent erhöht. Für die gesamten Konsumausgaben resultiert damit laut Wifo eine leichte Zunahme um 0,1 Prozent im Quartalsabstand.

Bei den betrieblichen Investitionen stellte das Wifo auch im ersten Quartal eine Zurückhaltung fest. Die Nachfrage nach Anlageinvestitionen ging demnach real um 0,5 Prozent zurück. Dabei stand ein leichter Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen einem Rückgang der Bauinvestitionen gegenüber. Die Bauinvestitionen wurden im Nichtwohnbau stärker eingeschränkt als im Wohnbau, und die Nachfrage nach Ausrüstungen konzentrierte sich auf die Anschaffung von Fahrzeugen, während Maschinen- und Geräteinvestitionen abermals sanken.

Die Exporte entwickelten sich im 1. Quartal laut Wifo mit +0,3 Prozent ähnlich verhalten wie in den Vorperioden. Nach einem starken Rückgang im 4. Quartal hielten die Warenexporte aber das Niveau der Vorperiode. Da die Import-Nachfrage mit +0,3 Prozent ebenso mäßig zunahm wie die Auslandsnachfrage, lieferte der Außenbeitrag keine Wachstumsimpulse für die heimische Produktion.

Das schwache internationale Konjunkturumfeld dämpfte weiterhin die Warenproduktion, obwohl laut Wifo nicht mehr so stark wie im Herbst und Winter 2012. Die Bauproduktion sank gegenüber dem Vorquartal witterungsbedingt leicht (real -0,2 Prozent). Im Dienstleistungssektor schrumpfte die Wirtschaftsleistung vor allem im Bereich Verkehr. Der Tourismus profitierte vom frühen Ostertermin im März, und auch in den anderen Sektoren konnte die reale Wertschöpfung ebenfalls leicht gesteigert werden, so das Wifo zur Erläuterung seiner BIP-Schnellschätzung.

Für 10. Juni plant das Wifo ein Update seiner BIP-Schätzung zum 1. Quartal, und am 27. Juni steht die nächste vierteljährliche Konjunkturprognose von Wifo und Institut für Höhere Studien (IHS) an. Zuletzt wurde von den Instituten bei der Frühjahrsprognose im März für heuer ein Realwachstum von 1,0 Prozent (Wifo) bzw. 0,8 Prozent (IHS) vorhergesagt, nach 0,8 Prozent Anstieg im Gesamtjahr 2012.

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