Asamer-Restrukturierung besiegelt: Baugruppe wird geschrumpft

Asamer-Restrukturierung besiegelt: Baugruppe wird geschrumpft

Der zwischen den Banken und der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Asamer Holding vereinbarte Restrukturierungs- und Refinanzierungsplan ist umgesetzt. Alle Verträge mit den Banken sind unterschrieben, am Montag erfolgt als letzter Schritt das Closing-Protokoll. Manfred, Kurt und Andreas Asamer - Söhne des Firmengründers - ziehen sich in den Aufsichtsrat zurück.

Mitte November wurde bekannt, dass die oberösterreichische Baustoffgruppe Asamer in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Die vom Gmundener "Schotterbaron" Hans Asamer gegründete und über 55 Jahre aufgebaute Unternehmensgruppe war mit 900 Millionen Euro verschuldet, der Kernkonzern musste in zwei Teilbereiche zerschlagen werden.

Nun ist das im Dezember eingeleitete Restrukturierungsprogramm unter Dach und Fach. Die finanzierenden Banken, die Raiffeisenlandesbank OÖ, die Allgemeine Sparkasse OÖ sowie die Raiffeisenbank International tragen die Restrukturierung mit, die meisten anderen Banken sind mit dem Closing, das am Montag erfolgen soll, aus den Finanzierungskonsortien ausgeschieden.

Der neue Kernkonzern unter Vorstand Klaus Födinger umfasst das Kerngeschäft in Österreich, der Slowakei und Bosnien und entwickelte sich in den ersten Monaten bereits recht zufriedenstellend. Die alte Holding unter der Leitung von Jörn Trierweiler wird die verbleibenden Teile des Konzerns weiterentwickeln und in den nächsten Jahren strategische Partner und Investoren suchen.

Schwierige Zeiten

"Die erfolgreiche Restrukturierung ist der Beweis, dass die Banken auch in schwierigen Zeiten zu österreichischen Unternehmen stehen", sagt Jörn Trierweiler, der als Sanierungsmanager die Gruppe erfolgreich durch die Restrukturierung führte "Durch frühzeitige Information und Einbindung der Finanzinstitute war es möglich, zu einem tragfähigen Konsens zu finden."

Der Kernkonzern, der zukünftig unter der Muttergesellschaft ASAMER Baustoffe AG firmieren wird, konzentriert sich auf die Basiskompetenz mineralische Baustoffe, umfasst die Kies- und Betonaktivitäten in Österreich sowie die Zementfabriken in der Slowakei und Bosnien. Für 2014 wird bei einem Umsatz von ca. 160 Millionen ein deutlich positives Ergebnis erwartet. Die Banken haben mit langfristigen Krediten ihr Vertrauen unterstrichen und bringen somit Sicherheit für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sowie für die Region Oberösterreich.

Die Leitung des neuen Kernkonzerns übernimmt Klaus Födinger. Födinger ist als langjähriger Leiter der Division Zement mit dem Unternehmen bestens vertraut. Manfred, Kurt und Andreas Asamer ziehen sich in den Aufsichtsrat zurück. Dieser besteht neben den Brüdern Asamer aus Ex-AMAG-Generaldirektor Gerhard Falch als Vorsitzendem, dem Unternehmensberater Dr. Bernhard Baumgartner als Stellvertreter, Invest AG-Vorstand Dr. Andreas Szigmund sowie Fritz Lehner (Geschäftsführender Gesellschafter bei FinAdvice).

Partner gesucht

Die Asamer Holding AG unter der Leitung von Trierweiler wird als Beteiligungsgesellschaft die bei ihr verbleibenden Unternehmensteile weiter entwickeln. Dies unter anderem durch die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern und neuen Investoren. Im Besonderen gilt dies für die Zementwerke in Libyen.

Trotz politisch instabiler Verhältnisse ist der Markt stabil. In der Holding befinden sich außerdem noch die Asamer Basaltic Fibers, Beteiligungen in Rumänien, Russland und andere kleinere Projekte. Die Asamer-Betriebe in Tschechien, Serbien sowie im Mittleren Osten wurden bereits erfolgreich verkauft. Andreas Asamer hat gemeinsam mit Partnern die Kiesbetriebe in der Slowakei, Ukraine, Polen und Kroatien übernommen.

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