Arbeitslosigkeit ist im Sommer weiter gestiegen

Arbeitslosigkeit ist im Sommer weiter gestiegen

Immer mehr Österreicher finden keine Arbeit. In den Sommermonaten hat die Arbeitslosigkeit weiter zugenommen. Die Zahl der Jobsucher ist um 0,7 Prozent auf 7,6 Prozent gestiegen. Im Juni betrug der Anstieg noch 5,8 Prozent im Jahresabstand. Sozialminister Hundstorfer fordert anhgesichts der Zahlen abermals eine "spürbare Steuerentlastung".

Wien. Die Arbeitslosigkeit ist im Sommer weiter gestiegen: Ende August waren 355.643 Personen ohne Job, um 10,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. "Die europäische und damit auch die österreichische Wirtschaft scheinen nach wie vor nicht nachhaltig in Schwung zu kommen", resümiert Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

Der Sozialminister hat angesichts der weiter gestiegenen Arbeitslosigkeit erneut eine Steuerentlastung gefordert. "Um unser Wirtschaftswachstum und damit den Arbeitsmarkt wieder in Schwung zu bringen, braucht es zusätzliche Impulse wie eine deutlich spürbare Steuerentlastung zur Steigerung der Kaufkraft."

Nach einem schwachen zweiten Quartal hat die Österreichische Nationalbank ihre Prognose für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf nunmehr 0,9 Prozent gesenkt. Es sei davon auszugehen, dass auch die Forschungsinstitute in ihren Quartalsprognosen im September die Aussichten nach unten revidieren werden, kommentierte Hundstorfer am Montag in einer Aussendung die August-Arbeitsmarktdaten. Trotz der "vergleichsweise guten Situation in Österreich" bleiben die weiteren Aussichten für den Arbeitsmarkt "einigermaßen trübe", so der Minister: Ohne Unterstützungsmaßnahmen werden, vor allem auch angesichts des weiter steigenden Arbeitskräfteangebots, die Arbeitslosenzahlen wohl auch noch mittelfristig weiter ansteigen.

Im internationalen Vergleich bleibt der österreichische Arbeitsmarkt weiter vorne: Nach Eurostat-Definition betrug die Arbeitslosenquote in Österreich 4,9 Prozent. Damit lag Österreich gleichauf mit Deutschland am Spitzenplatz in der EU-Arbeitsmarktstatistik. Am höchsten war die Quote in Griechenland mit 27,2 Prozent und in Spanien mit 24,5 Prozent.

Bei der Jugend wies Österreich nach Eurostat eine Quote von 9,3 Prozent auf und lag damit hinter Deutschland mit 7,8 Prozent. Österreich hatte also EU-weit den zweitbesten Rang inne. Am höchsten war die Jugendarbeitslosenquote in Spanien mit 53,8 Prozent vor Griechenland mit 53,1 Prozent.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen legte um 11,1 Prozent auf 292.321 zu, bei den Schulungsteilnehmern des AMS war der Anstieg um 5,5 Prozent auf 63.322 geringer. Allerdings stieg auch die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 0,7 Prozent auf rund 3.477.000 an.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich