Androsch: "Banken haben oft zu großes Risiko in Kauf genommen"

Androsch: "Banken haben oft zu großes Risiko in Kauf genommen"

"Wir haben in Österreich zu viele Banken mit zu vielen Filialen, die zudem überproportional im Osten vertreten sind", konstatiert der frühere Finanzminister und heutige Aufsichtsratschef der "Banken-ÖIAG" Fimbag, Hannes Androsch.

Oft habe man zu teuer zugekauft oder sei zu sehr mit Fremdwährungskrediten in diese Länder gegangen und habe damit ein unverhältnismäßig großes Risiko in Kauf genommen, meint Androsch im "Standard". In den nächsten Jahren müsse es in Österreich zu einem Rückgang der Bankfilialen und zu einem "kontrollierten" Auslands-Obligo kommen.

Androsch ist seit langem der Ansicht, dass die Bankenrettung in Österreich am Ende des Tages einige Milliarden gekostet haben wird. Durch die riesigen Haftungen des Landes Kärnten wäre bei einer Nicht-Rettung der Hypo Alpe Adria eine Landespleite herausgekommen, was man nicht zulassen durfte. "Jetzt muss man danach trachten, unter Vermeidung etwaiger Panikhandlungen, aus dem Schlamassel mit dem geringsten Schaden für den Steuerzahler herauszukommen", rät Androsch.

In Sachen Griechenland-Hilfen meint der heutige Unternehmer, nicht Griechenland sei bisher gerettet worden, sondern nur die Banken, besonders deutsche und französische. "Man hätte Griechenland nie so viel Geld borgen dürfen", schon gar nicht für Dinge, die das Land nicht dringend brauchte, wie U-Boote, Kampfflieger oder Kampfhubschrauber. "Unserer Währung kann die Schuld an der jetzigen Krise nicht zugeschrieben werden", diese sei Resultat einer weltweit zu lockeren Geldpolitik und verantwortungsferner Kreditpolitik, "aber auch des Maastricht-Systems mit seinen Mängeln beziehungsweise Konstruktionsfehlern."

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