Alpine Bau führt Tunnelbau in Slowenien nicht zu Ende

Alpine Bau führt Tunnelbau in Slowenien nicht zu Ende

DARS habe den Vertrag mit der Alpine Bau bereits in der zweiten Juli-Hälfte gekündigt, sagte der Sprecher. Gleichzeitig wurde ein Verfahren zur Einlösung der Bankgarantie eingeleitet.

Der Salzburger Konzern stellte die Arbeiten an der slowenischen Baustelle nach seiner Pleite Anfang Juli ein. Damals sei noch für gut einen Monat Arbeit übrig geblieben, hieß es bei DARS. Bei der Autobahngesellschaft rechnete man zunächst damit, dass die Alpine die Arbeiten trotz Insolvenz beenden würde, doch einer Entscheidung des Alpine-Insolvenzverwalters zufolge wird das nicht passieren. Die Autobahngesellschaft will nun im Herbst – spätestens im Oktober – eine neue Ausschreibung machen, um den Bau zu beenden.

Bei DARS hofft man immer noch, den Tunnel plangemäß im Sommer 2014 zu eröffnen. Schon vor den jüngsten Komplikationen hatte man damit gerechnet, den Tunnel noch vor der nächsten Sommer-Urlaubssaison für den Verkehr freizugeben. Diese Zielvorgabe könnte sich aber auch um ein paar Wochen verzögern, so der DARS-Sprecher am Donnerstag. Der Auftrag für die elektronische Ausstattung soll noch heuer im Herbst vergeben werden.

Die Alpine hatte 2010 gemeinsam mit dem slowenischen Unternehmen CPM (Cestno podjetje Maribor) den Zuschlag für das Projekt im Auftragswert von 64,5 Mio. Euro (53,7 Mio. Euro ohne Steuer) erhalten. Nach der Pleite des slowenischen Partners im Jahr 2011 setzte der Salzburger Konzern den Tunnelbau alleine fort.

Der Baukonzern und sein slowenischer Vertragspartner haben Medienberichten zufolge bisher fast 40 Mio. Euro bezahlt bekommen. Neben der Einlösung der Bankgarantie, die laut der Tageszeitung "Delo" 5,4 Mio. Euro beträgt, hat DARS auch die restlichen rund 14 Mio. Euro behalten, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Auf der anderen Seite soll Alpine rund 22 Mio. Euro für zusätzliche Arbeiten fordern, was aber DARS Berichten zufolge ablehnt.

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