Alpine Bau – Morgen ist die Hölle los

Alpine Bau – Morgen ist die Hölle los

Der Bericht des Masseverwalters Stephan Riel, der täglich rund 500 Anfragen von Gläubigern der Alpine Bau per Mail erhalte, umfasse 300 Seiten. "Den Gläubigern muss man in Wahrheit eine vollständige Wertberichtigung ihrer Forderungen empfehlen", so die AKV-Fachfrau.

"Dimension und Auswirkung dieser Pleite sind zweifelsohne einzigartig", so Fradinger-Gobec. "Weitere Folgeinsolvenzen sind zu erwarten." Nach der morgigen Prüfungstagsatzung werde es einen zweiten Termin geben müssen für nachträgliche Forderungsanmeldungen - wahrscheinlich im November. Weiterhin tue sich "täglich etwas Neues, vor allem mit den Arbeitsgemeinschaften". Es tauchten fast laufend neue Arbeitsgemeinschaften auf. Anfangs seien 450 angegeben worden. "Jetzt sind wir alleine im Inland schon bei 500 und es gibt 150 weitere im Ausland." Insgesamt werde die Aufarbeitung der riesigen Pleite noch Jahre dauern.

Die kleinste Forderung - und zwar seitens der ÖBB - bisher beträgt übrigens 19 Euro, obwohl die Gerichtsgebühr für eine Forderungsanmeldung 21 Euro beträgt.

Als "gut" bezeichnet die AKV-Expertin, dass die sogenannten Vorproduktionsanlagen - Asphaltmischanlagen sowie Kies- und Schotterwerke - begehrt seien und "hoffentlich noch im kommenden Monat verkauft werden - über Bieterverfahren".

28 Millionen Euro liquide Mittel

Liquide Mittel für den Forderungsausgleich wurden bisher nur 28 Mio. Euro gefunden. Zwei "gewinnbringende" Auslandsgesellschaften der Alpine - Alpine Mayreder in China und die Raststätten Betriebs GmbH mit zwei Raststationen in Hochleithen und Deutsch-Wagram in Österreich - sollten "demnächst" auch noch Geld in die Masse spülen.

Die Liegenschaften der Alpine werden ebenso von einem Sachverständigen geschätzt. "Gutachten sollten bis Mitte November vorliegen, dann kann auch mit deren Verwertung begonnen werden - Interessenten schauen dann in die Ediktsdatei", so Fradinger-Gobec.

Weiters werden bald noch 39.000 Geräte ("Einzelpositionen") von der Schaufel bis zum Bagger mit einem Gesamt-Buchwert von 20 Mio. Euro veräußert werden. Die Geräte befinden sich derzeit noch auf 1.100 Baustellen im Inland verteilt, wurden teils bereits über die regionalen Übernahmelösungen mitveräußert. "Was übrig bleibt, wird auf den Alpine-Bauhöfen in Asten, Klagenfurt, Krumau, Wals und Eggendorf versteigert werden."

Die 30 Mio. Euro Forderungen der Arbeitnehmer wiederum sollten noch diese Woche ausbezahlt werden, erklärte die Fachfrau vom Alpenländischen Kreditorenverband gegenüber der APA.

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