Alpine Bau – Jetzt bricht das Chaos aus

Alpine Bau – Jetzt bricht das Chaos aus

Nachdem eine gesamthafte , wird das Unternehmen nun geschlossen, zerschlagen und in einzelnen Stücken verkauft. "Jetzt hat der Masseverwalter nicht ein Vis-a-vis, sondern unzählige; das haben sich diese Herrn nicht überlegt, dass jetzt das Chaos ausbricht", kritisierte der Chef des Baukonzerns Porr, Karl-Heinz Strauss in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten".

Der Vorteil der großen Lösung wäre gewesen, dass man geordnet vorgehen hätte können. Die Porr will Teile der Alpine übernehmen. Die meisten Bauarbeiter hätten gute Chancen auf eine Weiterbeschäftigung.

"Ich gehe davon aus, dass der größte Teil der Arbeitsplätze der Alpine von anderen in der Baubranche aufgesaugt wird", ist Strauss zuversichtlich. Der gute Stamm der österreichischen Bauarbeiter werde gebraucht - sowohl im Inland als im Ausland. Von der größten Pleite der Nachkriegszeit sind rund 4.900 Mitarbeiter betroffen - von den insgesamt etwa 7.500 Alpine-Beschäftigten in Österreich.

Die große Auffanglösung für den Baukonzern sei am "Widerstand einiger regionaler Firmen" gescheitert, weil man der Meinung sei, man schaffe mit bundesländerweisen Übernahmen die gleiche Wirkung, so der Porr-Chef.

In Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark würden einzelne Teile der Alpine übernommen. Die anderen Bundesländer könnten in eine oder zwei Firmen wandern. Salzburg sei "quasi nicht mehr vorhanden". "Das ist ein kleiner, abgewirtschafteter Teil – nicht von der Alpine, sondern schon vom Vorgänger", so Strauss.

Bei den Beteiligungen, die nicht insolvent sind, filtert der Masseverwalter nun das beste Angebot heraus, dann entscheiden die Gläubiger. "Da muss man nur die Daumen halten, dass ihnen nicht das Geld ausgeht."

Die Porr habe sich verpflichtet, "dort, wo es sinnvoll ist und die Alpine-Mitarbeiter das möchten, Teile zu übernehmen". Der nunmehr zweitgrößte österreichische Baukonzern (hinter der Strabag) verhandle mit dem einen oder anderen Niederlassungsleiter bzw. mit dem Masseverwalter über Beteiligungen.

Der Masseverwalter werde aus heutiger Sicht nicht in die Aufträge eintreten, schätzt Strauss. Damit habe der private Bauherr die Wahl, ob er den Auftrag der Nachfolgefirma gibt oder sonst jemandem.

Die öffentliche Hand habe es schwerer, außer es gebe eine Arbeitsgemeinschaft, wo die Partner übernehmen. Dem Vernehmen nach trifft dies aber nur auf rund 400 der 4.000 offenen Baustellen der Alpine zu. Andernfalls müsse der Staat neu ausschreiben, was Monate koste, oder kosten könne. Der Porr-Chef appellierte an die Politik, die jeweils Zweitgereihten aus der ursprünglichen Ausschreibung zum Zug kommen zu lassen.

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