Alpine Bau braucht Geld – so geht es weiter...

Alpine Bau braucht Geld – so geht es weiter...

Mit der in letzter Minute zustande gekommenen Einigung von Bund und Banken ist ein Zusammenbruch der Alpine Bau mit ruinösen Abschreibungen für alle Beteiligten abgewendet.

Wäre der gestern Nacht paktierte Kreditschuldennachlass über 150 Mio. Euro ausgeblieben, wäre es diese Woche zum Insolvenzantrag gekommen, hieß es am Montag aus Verhandlerkreisen zur APA. Alpine braucht aber mehr: Vor allem mehr neues Geld. Der spanische Mutterkonzern FCC muss nochmals tief in die Tasche greifen.

Zur Finanzierung des der Alpine abverlangten drastischen Restrukturierungsprogramms muss der spanische Eigentümer FCC selber 150 Millionen Euro Eigenkapital einschießen, außerdem müssen 100 Mio. Euro an Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital gewandelt werden.

Die Spanier werden das schultern müssen, heißt es, denn eine Pleite ihrer großen Österreich/Osteuropatochter würde vor allem die selber mit vielen Milliarden verschuldete FCC am Heimmarkt in arge Turbulenzen reißen. Die an dem insgesamt 30-prozentigen Kreditverzicht für Alpine beteiligten Banken hatten seit Anfang November stillgehalten, dem Unternehmen nichts fällig gestellt. In den vergangenen Wochen war hart darum gerungen worden, vor allem die ausländischen Financiers (Coface, Bankia) beim zweitgrößten Baukonzern Österreichs an Bord zu halten . Im Streit um 45 Mio. Euro, die die Banker ursprünglich vom Bund für die Alpine erlassen sehen wollten, gaben die Banken nach und nehmen diese Summe ebenfalls auf ihre Kappe.

Anders als die Banken, die mit dem teilweisen Schuldenverzicht einen Teil des Risikos schon aus den Büchern streichen können, bleibt der Bund über die staatlichen Exportkredithaftungen mit 150 Mio. Euro weiter im Risiko bei der Alpine. Ob diese Haftungen schlagend werden, hängt daran, wie erfolgreich Alpine mit der drastischen Sanierung ist: Der Konzern muss seine Ost-Expansion rückgängig machen, ist zu Notverkäufen gezwungen, um wie in den Sanierungsplänen vorgegeben 2015 aus dem Verlust zu sein.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich