Alpine Bau tritt von Brückenbauprojekt in Polen zurück

Alpine Bau tritt von Brückenbauprojekt in Polen zurück

Konkret habe die Alpine Bau ein Brückenbauwerk wegen mangelhafter Statik nicht so umsetzen wollen wie vom Auftraggeber, der staatlichen Straßenverwaltung GDDKiA, vorgegeben.

Der Auftraggeber wollte dann auf die von der Alpine hinterlegte Bankgarantie in Höhe von 12 Mio. Euro zugreifen, hieß es auf APA-Anfrage bei der Alpine. "Dagegen haben wir juristische Schritte eingeleitet, um die unserer Meinung nach rechtswidrige Auszahlung zu verhindern", sagte Alpine-Sprecher Johannes Gfrerer.

Die Alpine zieht sich keinesfalls von ihrem gesamten Teilauftrag für die A1 zurück, denn den 18,3 Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen Swierklany und Gorzyczki nahe der tschechisch-polnischen Grenze hat sie bereits gebaut.

"Die Autobahn selbst ist fertig und einsatzbereit", so Gfrerer. Es gebe aber nach wie vor offene Rechnungen für das Projekt A1. Das Teilstück sei erst "teilweise bezahlt" worden. Der ursprüngliche Nettoauftragswert für den A1-Abschnitt und die umstrittene 380 Meter lange Schrägkabelbrücke lag den Unternehmensangaben zufolge bei 455 Mio. Zloty (109,5 Mio. Euro).

"Wir sind nicht mehr bereit, als Bauunternehmen polnische Infrastruktur vorzufinanzieren und werden die finanzielle Stabilität unseres Unternehmens mit allen Mitteln verteidigen", ließ Alpine-CEO Arnold Schiefer via Aussendung wissen. "Wir wollen nicht im Konkurs enden wie zahlreiche polnische Bauunternehmen."

Das Verhalten der GDDKiA sei umso verwunderlicher, als damit den polnischen Steuerzahlern der lang ersehnte Lückenschluss der internationalen Autobahn A1 vorenthalten werde, so der Chef des Baukonzerns.

Die Alpine setzt in Polen zwei weitere Projekte für die staatliche GDDKiA um: die Schnellstraße S5 zwischen Posen und Breslau und die Landstraße DK 16 im Nordosten Polens. Sollte es auch bei diesen Projekten kein Bestreben seitens der GDDKiA geben, konstruktive Problemlösungen zu finden, behalte sich die Alpine weitere Schritte vor, die ebenfalls einen kompletten Rückzug von den Verträgen bedeuten könnten, teilte der Baukonzern mit.

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