Alpine Bau – Baustellenübernahmen werden teuer

Alpine Bau – Baustellenübernahmen werden teuer

Grund sei, dass die Alpine im Preiskampf am Bau oft der günstigste Anbieter war - "25 Prozent unter anderen Angeboten". Andere Baufirmen würden diese Aufträge zum Alpine-Preis daher nicht übernehmen können.

Der Spartenobmann Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Österreich und ÖVP-Abeordneter zum Nationalrat, Konrad Steindl, sagte am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag, dass bis zu 7.000 Betriebe von der Alpine-Insolvenz mehr oder weniger hart betroffen sein dürften. "Zur Stunde ist aber unbekannt, wie hoch die Ausfälle für einzelne Betriebe sind." Das Fortführen von Baustellen der Alpine sei "leichter gesagt als getan". Es habe bisher einen "mörderischen Wettbewerb am Bau und in dessen Nebengewerben gegeben".

Sicher würden die Auftraggeber bemüht sein, ihre Baustellen fertigzubringen. "Es sind aber Maßnahmen zur Absicherung und regionale Bemühungen notwendig - die Situation ist nicht einfach." Steindl erinnerte auch daran, dass die "Alpine Österreich nicht das große Problem gewesen ist, aber die grenzenlose Expansion" im Ausland.

Neue Generalunternehmer gesucht

Rund 4.000 Baustellen müssen nun neu organisiert werden. "Den Bauherrn bzw. Subunternehmen ist der Generalunternehmer abhandengekommen", sagte der Insolvenzexperte des Kreditschutzverbandes von 1870, Hans-Georg Kantner. Bei der Übernahme einzelner Projekte habe der Masseverwalter eine koordinierende Funktion. Stephan Riel erwarte nun "Angebote, ob und wer welche Baustellen übernehmen will".

Im Vordergrund stehe nun, die Baustellen "möglichst glatt und bald" weiterführen zu können. "Es ist wichtig, dass das binnen Wochenfrist passiert", verwies Kantner auf den enormen Zeitdruck. Denn täglich laufen Kosten auf und - wenn die Ungewissheit zu lange anhält -, holen einzelne Firmen ihre Baumaschinen ab.

Bei den Baustellen, welche die Alpine im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften (ARGE) betrieb, "ist das nicht ganz so dramatisch". Die Projekte müssen den Bestimmungen zufolge von den ARGE-Partnern fortgeführt werden.

Die neuen Generalunternehmen, die nun gesucht werden, sollen die Baustellen fertigstellen. "Das kann für den Bauherrn teurer werden." Bauherrn, die noch offene Zahlungen an die Alpine haben, werden das voraussichtlich gegenrechnen. "Das geht nun zweifellos zulasten der Alpine Bau und den Wert, der in ihren Baustellen steckt", so Kantner. Eine "enorme Wertverringerung dessen, was in der Masse steht, ist zu befürchten". "Das sind die Kollateralschäden einer Insolvenz."

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