Aida eröffnet Cafe in Saudi Arabien und nimmt auf Moralvorstellungen Rücksicht

Aida eröffnet Cafe in Saudi Arabien und nimmt auf Moralvorstellungen Rücksicht

Die traditionsreiche Café-Konditorei Aida hat Ende November ihre erste Filiale in Jeddah, der zweitgrößten Stadt Saudi-Arabiens, eröffnet. Doch die Saudis haben eigene Vorstellungen, was in einem Cafehaus erlaubt ist und was nicht.

Krakau, Zagreb und nun die Hafenstadt Jeddah am Roten Meer. Das Jahr 2013 stand bei Aida im Zeichen der internationalen Expansion. Den bisherigen Höhepunkt bildete vergangene Woche die Eröffnung einer Franchise-Filiale in Saudi-Arabien. Auf rund 500 Quadratmetern wird den Besuchern des AIDA Café Vienna since 1913 neben heimischen Genüssen auch eine große Portion österreichischer Lebensart serviert.

Gäste werden auf deutsch begrüßt

Die Aida residiert nun im beliebtesten Shopping-Tempel der drei Millionen-Metropole Jeddah, der Star Avenue Mall. Wer dort die erste Filiale außerhalb Europas betritt, wird nicht etwa auf arabisch begrüßt sondern mit Guten Morgen, Guten Abend oder Willkommen in Wien. Insgesamt sind 25 Mitarbeiter in der neuen Filiale beschäftigt.

Kuchen, Torten und Kaffee werden eingeflogen

250 heimische Konditor-Spezialitäten, die - ebenso wie Kaffee und Tee - eigens eingeflogen werden, machen den Besuch im AIDA Café zu einem echten „Wiener Erlebnis“. Für die Expansion des Traditionsbetriebes in den Nahen Osten verantwortlich ist Dominik Prousek. Der Urenkel des Firmengründers und sein Team hatten sich bei der Planung der Filiale auf zahlreiche lokale Eigenheiten einzustellen.

Trennung zwischen Single-Männer und Frauen mit Familien

Im Zuge der Errichtung des Cafés mussten zwei strikt getrennte Gasträume - einer für Single-Männer und einer für Frauen und Familien - geschaffen werden. Doch auch die Einrichtung und Dekoration der Filiale haben den strengen moralischen Auflagen in Saudi-Arabien zu entsprechen.

Klimtgemälde "Der Kuss" war zu intim

Diesen Anforderungen wurde eines der bekanntesten Werke von Gustav Klimt augenscheinlich nicht gerecht. „Wir mussten den oberen Teil des Gemäldes „Der Kuss“ abschneiden, weil diese Art von Zuneigung in Saudi-Arabien nicht gezeigt werden darf“, weiß Dominik Prousek zu berichten und fügt hinzu: „Wir haben hier viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die wir allesamt in die Planungen für unsere beiden weiteren saudischen Franchise-Filialen einfließen lassen werden.“ Diese befinden sich aktuell bereits im Bau und werden in Kürze an einem anderen Ort in Jeddah sowie in Riad eröffnen.

Saudischer Franchisepartner liebt Cremeschnitten

Die neuen Café ist mit dem Aida-Filialkonzept „Gold“ ausgestattet und wie der Name schon vermuten lässt, besonders luxuriös ausgestattet. Imperialer österreichischen Charme wird mit modernem Design kombiniert, so die Unternehmensaussendung. Betrieben werden alle drei Filialen in Saudi-Arabien von ein und demselben Franchise-Nehmer. Der einheimische Geschäftsmann hatte Aida im Rahmen seiner Wien-Besuche kennen und lieben gelernt und während eines Aufenthalts in Österreich Kontakt mit Dominik Prousek aufgenommen. Besonders die Cremeschnitten der Konditorei dürften es dem Saudi angetan haben: „Wann immer er nach Wien kommt, besucht er täglich unsere Filiale am Stephansplatz, um Cremeschnitten für sich und seine Familie zu kaufen“, so Prousek.

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