4. Einkaufssamstag – Durchwachsen

4. Einkaufssamstag – Durchwachsen

Während die Händler in Wien, dem Burgenland, Vorarlberg und Kärnten von moderaten Umsatzzuwächsen berichten, rechnen die Kaufleute in Oberösterreich, der Steiermark und Tirol mit einem Geschäft etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In Niederösterreich und Salzburg dürften die Einnahmen nicht ganz an jene des Vorjahres heranreichen.

Auch der Shopping-Center-Betreiber SES Spar European Shopping Centers zieht eine positive Zwischenbilanz. „Wir erwarten ein schönes Plus von knapp drei Prozent an unseren österreichischen Standorten im Weihnachtsgeschäft“, sagte SES-Chef Marcus Wild laut Aussendung.

Die Kaufleute der Wiener Einkaufsstraßen zeigten sich in einer Blitzumfrage der Wirtschaftskammer Wien heute sehr zufrieden mit der Kauflaune ihrer Kunden. Insgesamt waren etwa 800.000 Menschen in den Wiener Geschäftsstraßen und Einkaufszentren unterwegs und nützen den letzten Adventsamstag für Einkäufe. Mit der Zahl der Kunden sei auch die Ausgabenfreudigkeit von Samstag zu Samstag gestiegen, fasste Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank die Umfrage zusammen.

Über ein Plus von 22 Prozent bei der Besucherfrequenz im Vergleich zum 4. Adventsamstag des Vorjahres freut sich die Leiterin des Station Centers, Katharina Kammerer. "In Summe ist die Besucherfrequenz von 1. bis 21. Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent gestiegen", so Kammerers Bilanz über das bisherige Weihnachtsgeschäft. „Bei den Umsatzzahlen rechnen wir im Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 10 Prozent und darüber hinaus." Auch im Donauzentrum, im Huma Einkaufspark und im Shopping-Center im - bzw. unter dem Westbahnhof rechnet man mit einem leichten Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr. "Wir schaffen es nochmal unsere Eröffnungsumsätze aus dem Vorjahr zu überbieten", sagte Ralph Teuber vom Shopping-Center Bahnhof City Wien-West.

Vorarlberg und Kärnten profitiert vom Zustrom aus dem Ausland

Von Kunden aus dem Ausland profitierten der Handel in Vorarlberg und Kärnten. In Villach etwa blieb der traditionell starke Anteil an italienischen Kunden auch heuer nicht aus. Zwar würde die Krise in Italien stärker gespürt als in Österreich und die Kunden aus dem Nachbarland würden über das Jahr gesehen weniger oft zum Einkaufen nach Kärnten kommen. "Für das Weihnachtsgeschäft gilt das aber nicht", erklärte Richard Oswald, Geschäftsführer des Villacher Einkaufszentrums "Atrio", auf Anfrage der APA. "Wir rechnen beim Weihnachtsgeschäft mit einem Plus von zwei bis drei Prozent." Entscheidenden Anteil an einem leichten Umsatzplus des Vorarlberger Handels hatten Kunden aus den beiden Franken-Nachbarländern.

In Burgenlands Einkaufszentren waren am letzten Samstag vor Weihnachten tendenziell etwas weniger Kunden unterwegs als zur Mitte der Vorweihnachtssaison - so war der heutige Tag auch im Einkaufszentrum Oberwart und im Designer Outlet Center Parndorf etwas schwächer als etwa am 8. Dezember. Auch Parndorf profitierte aber von Touristen, Harald Zink, Handels-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Burgenland, rechnet insgesamt mit bis zu zwei Prozent Umsatzplus im Vergleich zum vorjährigen Weihnachtsgeschäft.

Zufrieden ist auch der Handel in Oberösterreich. "Das Christkind zeigte sich bis zuletzt in toller Kauflaune", sagte Spartenobmann Franz Penz. Insgesamt dürfte es etwas weniger hektisch zugegangen sein als im Vorjahr, doch "wir bewegen uns volumensmäßig auf Vorjahresniveau", sagte z.B. Herwig Röck vom Stadtmarketing Wels.

Tirol: Umsatz auf Vorjahresniveau

Der Tiroler Handel rechnet am letzten Einkaufssamstag mit einem "Umsatz wie 2011", als rund 150 Mio. Euro verzeichnet wurden. "Sehr begehrt" seien Gutscheine, wie der zuständige Sprecher Alois Schellhorn der APA sagte. Die Händler seien "zufrieden".

Für die Händler in der Steiermark ist das Geschäft am letzten Einkaufsamstag vor Weihnachten laut Auskunft der Wirtschaftskammer sehr zufriedenstellend verlaufen. Manche Center und Kaufhäuser meldeten den stärksten Andrang und Umsatz aller vier Adventsamstage. "Am heutigen Tag ist es besser gelaufen als erwartet, auch in den Bezirkshauptstädten und Randlagen", erklärte Gerhard Wohlmuth, Spartenobmann der Wirtschaftskammer. Man werde die gesamt 217 Mio. Euro Umsatz vom vergangenen Jahr wohl erreichen oder überschreiten.

Die Salzburger dürften im Weihnachtsgeschäft 2012 nicht ganz so viel Geld ausgeben wie im vorangegangenen Jahr. Trotzdem zieht der Handel eine positive Bilanz. "Wir befinden uns auf hohem Niveau und sind durchwegs zufrieden", sagte Johann Peter Höflmaier, Geschäftsführer der Sparte Handel der Salzburger Wirtschaftskammer. Unter dem Strich werde es ein leichtes Minus gegenüber 2012 geben, glaubt er.

Dem Handel in Niederösterreich hat das finale Weihnachts-Shopping 2012 - sieht man vom Heiligen Abend selbst ab - viel Freude bereitet. Im „Endspurt“ wurden die Umsätze noch einmal kräftig angekurbelt. In der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) glaubt man dennoch an ein leichtes Minus insgesamt.

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