Österreich: Hohes Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal

Österreichs Wirtschaft ist auch im zweiten Quartal auf hohem Niveau gewachsen. Trotz der Börse-Turbulenzen legte das Bruttoinlandsprodukt-Plus gegenüber dem ersten Quartal von 0,8 auf wiederum 1,0 Prozent zu.

Im Jahresabstand bremste sich der reale Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts aber von 4,2 auf 3,7 Prozent ab. Dies gab am Dienstag das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) bekannt.

Der Hauptimpuls ging erneut von der Außenwirtschaft aus, aber bei geringerem Anstieg des Warenhandels. Neben der Abschwächung der Zuwächse im Außenhandel verringerte sich die Expansion der Investitionen. Damit sei der Konjunkturimpuls offenbar noch immer nicht ausreichend vom Außenhandel auf die Binnenkonjunktur übergesprungen, so das WIFO.

Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen im zweiten Quartal laut WIFO nur noch um 1,0 Prozent zu, nach noch 2,2 Prozent Anstieg zum Jahresauftakt. Der jahrelange Rückgang der Bauinvestitionen scheine aber gestoppt zu sein: Im ersten und zweiten Quartal war hier nur noch eine Stagnation zu beobachten. Hinweise auf einen Aufschwung der Bau-Nachfragen fehlten aber nach wie vor.

Der Privatkonsum sei im 2. Quartal recht robust gewesen und habe gegenüber dem Vorquartal erneut real um 0,2 Prozent zugelegt, obwohl die Realeinkommen durch die hohe Inflation belastet würden. Der öffentliche Konsum weitete sich im zweiten Quartal mit real plus 0,3 Prozent dagegen im Quartalsabstand etwas schwächer aus als zuvor (erstes Quartal plus 0,4 Prozent).

Die Sachgütererzeugung steigerte ihre Wertschöpfung im zweiten Quartal laut WIFO real um 3,0 Prozent. Im ersten Quartal hatte der Anstieg 2,2 Prozent betragen. "Allerdings ließ die Dynamik im Quartalsverlauf deutlich nach", so das Institut.

Im Außenhandel expandierte im zweiten Quartal zwar der Export im weiteren Sinne mit real plus 1,8 Prozent gegenüber der Vorperiode etwas langsamer als zuletzt (erstes Quartal plus 2,2 Prozent), doch schwächte sich die Dynamik des Imports von plus 2,1 auf plus 0,8 Prozent ab und ließ damit deutlicher nach. Die Wachstumsverlangsamung im Außenhandel war laut WIFO durch die schwächere Ausweitung des Warenhandels bestimmt.

- APA

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