Österreich nahm Abschied von Kaisersohn Habsburg

In Österreich ist am Samstag der älteste Sohn des letzten Kaisers der Donaumonarchie Karl I., Otto Habsburg-Lothringen (Otto von Habsburg), zu Grabe getragen worden. Menschenmassen bildeten rund um den Wiener Stephansdom, in dem das Requiem für den verstorbenen Kaisersohn stattfand, das letzte Geleit. Das Begräbnis wurde zum Großereignis, das die Innenstadt dominierte.

Sowohl farbentragende Traditionsverbände, prominente Trauergäste als auch schlicht Neugierige und Touristen tummelten sich in der Bundeshauptsadt. Um 15.00 Uhr begann das Requiem für Otto Habsburg-Lothringen, bereits Stunden zuvor hatte sich die Wiener Innenstadt mit Teilnehmern gefüllt. Der Stephansplatz sowie die Strecke zur Kapuzinergruft waren weiträumig abgesperrt, der öffentliche Verkehr weitgehend lahmgelegt. Ein großzügiges Polizeiaufgebot sowie Kamerateams und Journalisten aus aller Welt sorgten zudem für weitere Aufmerksamkeit. Im Minutentakt erreichten die schwarzen Limousinen mit den geladenen Trauergästen den Stephansdom. Das Requiem hielt Kardinal Christoph Schönborn.

Habsburg hat laut Schönborn "nicht der Vergangenheit nachgetrauert". "Er hat sich aber auch nicht von jenen einschüchtern lassen, die die Vergangenheit kleinreden möchten und nur deren Schattenseiten sehen wollen. Er hat uns vorgelebt, wie wir unverkrampft aus dem Gestern für das Morgen schöpfen können", erklärte der Kardinal beim Requiem. "In Sachen Umgang mit der Geschichte dürfen wir in Österreich von ihm lernen."

Nach der Trauerfeier im Dom zieht ein Kondukt durch die Wiener Innenstadt. An dessen Ende die letzte Station für den Kaisersohn steht: Die Kapuzinergruft, die traditionelle Grabstätte der Habsburger. Dort wird Otto Habsburg-Lothringen nach der sogenannten Anklopfzeremonie seine letzte Ruhe finden.

- APA

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