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ÖBB gehen zum 100. Geburtstag neue Wege auf Mitarbeitersuche

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100 Jahre ÖBB: Das Innere eines neuen Nightjets
©APA/APA/AFP/ALEX HALADA
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Die ÖBB feiern heuer ihren 100. Geburtstag, für die Güterverkehrssparte des staatlichen Unternehmens ist 2023 aber "ein sehr schwieriges Jahr", sagt Bundesbahn-Chef Andreas Matthä in einem Interview mit dem "Kurier" (Sonntag). In Sachen Mitarbeitersuche im Rahmen eines großen Personalbedarfs will der Manager auf neue Wege in Arbeitszeit, Ausbildung, Führung setzen. "Wir müssen uns diverser aufstellen", sagt Matthä dazu. Zum 100er gibt es einen neuen Nightjet.

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Die ÖBB feiern heuer ihren 100. Geburtstag, für die Güterverkehrssparte des staatlichen Unternehmens ist 2023 aber "ein sehr schwieriges Jahr", sagt Bundesbahn-Chef Andreas Matthä in einem Interview mit dem "Kurier" (Sonntag). In Sachen Mitarbeitersuche im Rahmen eines großen Personalbedarfs will der Manager auf neue Wege in Arbeitszeit, Ausbildung, Führung setzen. "Wir müssen uns diverser aufstellen", sagt Matthä dazu. Zum 100er gibt es einen neuen Nightjet.

So sollen Mitarbeiter häufiger selbst entscheiden können, ob ihr Arbeitszeitsoll auf vier oder fünf Tage aufgeteilt werden soll. Die ÖBB brauchen derzeit wie vielfach berichtet jährlich rund 3.000 Mitarbeiter. Die Bahn nennt das Modell "Flexi-Friday". Matthä argumentiert, dass sich inzwischen Unternehmen bei Mitarbeitern bewerben müssten und nicht umgekehrt.

Im Güterverkehr ist die drohende Rezession indes schon zu spüren. Die ÖBB haben einen Einbruch von 11,2 Prozent auf 46,1 Millionen Tonnen bis im Juli 2023. "Die Industrienachfrage schwächt sich ab, damit gehen auch die Transporte zurück", sagt Matthä im Zeitungsinterview. "Dazu kommt, dass die Stromkosten im Vergleich zum Dieselpreis massiv gestiegen sind, was zu einer Rückverlagerung auf die Straße führt. Der hohe Strompreis und die gestiegenen Faktorkosten machen uns in Österreich sehr zu schaffen. Wir versuchen, uns im Güterverkehrsbereich noch internationaler aufzustellen, um auch von anderen Handelsströmen zu profitieren."

Zur 100er-Feier stellten die ÖBB am Samstag einen neuen Nightjet vor. Gebaut hat den Siemens. Der neue Nachtzug soll laut "Kleine Zeitung" das wichtigste Vehikel der ÖBB werden, um in den nächsten Jahren das europaweite Nachtverbindungsnetz massiv zu vergrößern.

Die Fahrgastzahlen im Fernverkehr liegen um 20 Prozent über dem Rekordjahr 2019 vor der Pandemie. Zuletzt gab es an besonders starken Reisetagen wie berichtet auch immer wieder Probleme mit überfüllten Zügen, die zum Teil geräumt wurden. Zum Mangel an Garnituren sagt der ÖBB-Chef im "Kurier": "Wir spüren massive Lieferengpässe in der Bahnindustrie. Das bedeutet dann leider, dass noch einige ältere Fahrzeuge im Einsatz bleiben müssen." Jeder einzelne unzufriedene Fahrgast schmerze, 80 Prozent seien aber zufrieden, so Matthä. Das alt-ehrwürdige blaue S-Bahn-Modell 4020 werde bis 2028 weiterfahren - obwohl es schon in Pension sein sollte.

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