Nordkorea beschoss südkoreanische Insel

Nordkorea hat mehrere Artilleriegeschoße auf eine südkoreanische Insel abgefeuert. Das südkoreanische Militär erklärte, das Feuer sei erwidert worden. Der südkoreanische TV-Sender YTN zitierte Augenzeugen, denen zufolge durch den Beschuss mit etwa 50 Granaten auf der Insel Yeonpyeong 60 bis 70 Häuser in Brand geraten seien. Ein Soldat ist getötet worden, mehrere Menschen wurden verletzt.

Augenzeugen zufolge wurde die Bevölkerung in Bunkern in Sicherheit gebracht. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Granatenangriff, machte jedoch keine Angaben zu möglichen Schäden. Die südkoreanische Armee habe "zur Selbstverteidigung" sofort zurückgeschossen, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Fernsehsender YTN berichtete, mehrere südkoreanische Kampfjets seien zu der Insel im Gelben Meer geschickt worden, um diese zu überfliegen.

Das südkoreanische Militär erklärte, es sei der höchste Alarmzustand seit dem Ende des Krieges in den 50er Jahren ausgerufen worden. Das Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea hatte sich in den vergangenen Monaten wegen des Streits um das Atomprogramm deutlich verschlechtert. Nordkorea hatte erstmals im Oktober 2006 und dann erneut im Mai 2009 Atomwaffen getestet. Kurz vor dem zweiten Test war Nordkorea aus den sogenannten Sechser-Gesprächen mit Südkorea, China, den USA, Russland und Japan ausgestiegen. In den vergangenen Monaten signalisierte Pjöngjang allerdings wiederholt seine Bereitschaft, unter bestimmten Bedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

- APA

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