Nokia rutscht wegen Absatzproblemen in die Verlustzone

Der in der Krise steckende Handyhersteller Nokia hat im zweiten Quartal wegen einbrechender Absätze im Handygeschäft einen Verlust eingefahren. Mit 88,5 Millionen Geräten verkauften die Finnen im zweiten Quartal deutlich weniger Geräte als ein Jahr zuvor (111,1 Millionen), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Für die Geräte erzielte der Marktführer einen durchschnittlichen Preis von 62 Euro.

Das Unternehmen sprach von einem starken Preiskampf. Der Umsatz sank um 7 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro. Unter dem Strich rutschte der Handybauer in die roten Zahlen, im Berichtszeitraum lief ein Verlust von 368 Mio. Euro auf. Je Aktie belief sich der Fehlbetrag auf 0,10 Euro. Die Aktie sprang nach den Zahlen um rund 3,6 Prozent ins Plus.

Die Anstrengungen zur Restrukturierung sollen verstärkt werden. Vorstandschef Stephen Elop sprach von enttäuschenden Ergebnissen, sieht das Unternehmen aber auf einem guten Weg, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Analysten hatten nicht mit einem so großen Minus gerechnet.

Nach der Vorlage eines Quartalsgewinns über den Erwartungen sind Nokia-Aktien am Mittwoch um bis zu 7,8 Prozent in die Höhe geschossen. In einem sehr volatilen Handel notierten die Titel am Nachmittag 3,9 Prozent im Plus bei 4,24 Euro, nachdem sie vor der Veröffentlichung der Ergebnisse bis zu 4,9 Prozent verloren hatten.

"Es gibt einen Hoffnungsschimmer in einem insgesamt sehr düsteren Bild", sagte Angus Campbell, Chefhändler bei Capital Spreads. Der Kurs der Nokia-Aktien hat sich seit Februar halbiert, nachdem das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit Microsoft angekündigt hatte.

- APA

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