Mubarak hat mit Familie Kairo verlassen

Der ägyptische Präsident Mubarak und seine Familie haben am Freitag nach einem Al-Arabiya-Bericht die Hauptstadt Kairo verlassen. Zuvor hatte es in einem Bericht des Senders geheißen, Mubarak sei mit unbekanntem Ziel aus Ägypten ausgereist. Am Donnerstag hatte Mubarak einen Teil der Macht an Vize-Präsident Suleiman abgegeben, den von der Massenbewegung geforderten Rücktritt aber abgelehnt.

Laut dem TV-Sender verließen Mubarak und seine Familie Kairo von einer Luftwaffenbasis in einem Vorort aus mit unbekanntem Ziel. Al-Arabiya nannte keine Quelle für diese Information.

Hunderttausende Anhänger der Opposition demonstrierten nach dem Freitagsgebet in Kairo erneut gegen das Regime Mubaraks. In wütenden Sprechchören verlangten die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der Hauptstadt seinen Rücktritt. Erstmals trugen die Regimegegner ihren Protest vor den Präsidentenpalast im Stadtteil Heliopolis. Augenzeugen berichteten, die Anlage werde von der Armee scharf bewacht. Vor dem Gebäude seien über tausend Demonstranten. Die Lage wirke gespannt. Arabische Nachrichtensender berichteten, es seien weitere Demonstranten auf dem Weg zum Amtssitz Mubaraks.

Die ägyptische Armeeführung präsentierte sich unterdessen als Garant für einen politischen Reformprozess im Land. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung kündigte das Oberkommando an, es werde den Weg zu freien und fairen Wahlen und einer demokratischen Gesellschaft sichern, Verfassungsänderungen garantieren und die Nation schützen.

Zuvor hatte es Spekulationen über einen Militärputsch gegeben. Zudem will die Armee den Ausnahmezustand, "sobald die gegenwärtigen Bedingungen enden", aufheben. Damit würde das Militär eine Schlüsselforderung der Massenbewegung gegen das Regime von Präsident Mubarak erfüllen.

- APA

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