Most wanted: US-Elitesoldaten töten Osama Bin-Laden

Die Nachricht vom Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden sorgt an den Aktienmärkten für gute Stimmung. In Tokio legte der Nikkei-Index deutlich zu und schloss über der Marke von 10.000 Punkten. Anziehende Aktienfutures in Frankfurt und New York deuteten auf Kursgewinne zur Eröffnung hin. Aufwärts ging es auch mit dem Kurs des Dollar. Unter Druck gerieten dagegen die Kurse der US-Staatsanleihen sowie die Preise von Öl und Gold.

Bin Laden, der als der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 gilt, wurde nach Worten von US-Präsident Barack Obama von US-Spezialisten in seinem Versteck nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getötet. Börsianer erwarten dadurch aber einen nur begrenzten Effekt auf den Handel. "Die Märkte dürften positiv reagieren für einen sehr kurzen Moment", sagte Roger Tan von Sias Research in Singapur. Dann werden sich seinen Worten zufolge voraussichtlich Befürchtungen ausbreiten, dass andere Extremistenführer auf den Plan treten, die bin Laden übertreffen wollen.

Am japanischen Aktienmarkt schloss der Nikkei-Index 1,6 Prozent im Plus bei 10.004 Punkten, nachdem er mit 10.017 Zählern den höchsten Stand seit dem Jahrhundertbeben am 11. März erreicht hatte. Anleger zeigten sich allerdings insgesamt zurückhaltend in der sogenannten Goldenen Woche mit mehreren Feiertagen hintereinander. Gehandelt wird in Japan in dieser Woche nur am Montag und am Freitag. "Außerdem gibt es viele Unsicherheiten in Japan nach dem Beben", sagte Hideyuki Ishiguro von Okasan Securities. "Daher werden die Investoren vorsichtig sein, große Positionen über 10.000 Punkten einzugehen." Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls 1,6 Prozent zu auf 866 Zähler.

Die Aktie des von einem beispiellosen Datenklau getroffenen Sony-Konzerns erholte sich um 2,5 Prozent, nachdem sie zuletzt noch 4,5 Prozent abgerutscht war. Der Elektronikriese hat sich am Sonntag für Sicherheitslücken in dem Datennetzwerk der Spielekonsole PlayStation entschuldigt und Entschädigungsleistungen angeboten.

Viele Börsen in Fernost blieben geschlossen. Feiertagsbedingt fand in China, Hongkong, Singapur und Thailand kein Handel statt. In Seoul schloss der Leitindex 1,7 Prozent höher.

- APA

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