Moody's mit Wien vorerst zufrieden

Moody's ist mit Österreich vorerst einmal zufrieden. Wie die Online-Zeitung "Börse-Express" Mittwochmittag unter Berufung auf einen Bericht der Ratingagentur vom 29. November schrieb, ist das Rating derzeit mit einem stabilen Ausblick versehen. Er hänge aber zunehmend von einer Lösung der Krise in der Eurozone ab. Die Pläne, eine Schuldenbremse in der Verfassung zu verankern, werden begrüßt.

"Österreichs AAA- Ratings sind derzeit mit einem stabilen Ausblick versehen, aber dieser hängt in zunehmendem Ausmaß von einer Lösung der breiteren Krise in der Eurozone ab. Diese hat begonnen, auch Euro-Kernländer wie Österreich, zu erfassen. Je länger die Märkte für Staatsanleihen und Bankenrefinanzierung volatil bleiben, desto wahrscheinlicher ist ein erhöhter Druck auf die Kreditwürdigkeit der meisten Staaten der Eurozone, inklusive der Triple-A-Länder". So lautet laut "BE" der Rating-Ausblick in der jüngsten Credit Opinion von Moody's zur Republik Österreich.

"Moody's bewertet die jüngste Ankündigung der Regierung für eine Verfassungsverankerung einer Schuldenbremse und die Bestrebungen, das Exposure des Staates in den Auslands-Operationen des Bankensystems zu verringern, positiv. Es ist eine wichtige Eigenschaft eines AAA-Staates, schnell und entschlossen zu reagieren, wenn Probleme auftauchen", werden die Moody's-Analysten zitiert.

Die Chefin der Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), Martha Oberndorfer, zeigte sich am Donnerstag dementsprechend positiv. Sie sehe momentan keinen Grund, warum das AAA-Ratings für die Alpenrepublik nicht Bestand haben sollte. "Wichtig ist, dass man starke Zeichen setzt, dass man auch mittel- bis langfristig das Thema Konsolidierung ernst nimmt. Da sind Elemente wie Schuldenbremse genau das Richtige", sagte Oberndorfer. Neben Moody's hatte sich zuletzt auch die konkurrenzierende Agentur Fitch zuversichtlich gezeigt, dass Österreich dank der Schuldenbremse sein AAA-Rating erhalten kann.

Auf ihrer Internetseite kündigte die OeBFA zudem an, dass die Republik Österreich 2012 deutlich mehr Bundesanleihen begeben möchte als heuer. Vorgesehen ist ein Gesamtvolumen von 20 bis 24 Mrd. Euro. Für 2011 hatte die OeBFA Anfang Dezember des Vorjahres ein Volumen von 16 bis 19 Mrd. Euro angekündigt. Laut dem aktuell gültigen vorläufigen Forecast von Ende November sind es heuer 16 Mrd. Euro.

- APA

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