Moody's übt Druck auf Japan wegen Schuldenlast aus

Japan gerät wegen seines gigantischen Schuldenbergs zunehmend unter Druck. Nach der Bonitätsabwertung durch Standard & Poor's mahnte am Dienstag auch die Ratingagentur Moody's einen entschiedeneren Sparkurs an.

Zwar hält die Agentur derzeit noch an ihrem Rating von "Aa2" fest, senkte jedoch den Ausblick von stabil auf negativ. Anlass dazu seien zunehmende Bedenken, dass die Wirtschafts- und Fiskalpolitik der Regierung nicht ausreichen könnte, um das selbst gesteckte Ziel einer Reduzierung des Defizits zu erreichen.

Japan hat mit rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts die höchste Staatsverschuldung unter den Industriestaaten. Fast der halbe Haushalt wird durch Neuverschuldung finanziert. Allerdings stemmt die Wirtschaftsmacht ihre Schulden fast vollständig im eigenen Land.

Moody's sieht Risiken weniger mittelfristig als langfristig. Auf lange Sicht könne sich in der Refinanzierung ein Druck aufbauen, der in die Beurteilung einfließen müsse. Nach der Entscheidung legte der Dollar kurzfristig leicht gegenüber dem japanischen Yen zu. Japanische Staatsanleihen reagierten kaum und hielten ihre Aufschläge.

Die Rating-Agentur Standard & Poor's hatte ihre Note für japanische Staatsanleihen Ende Jänner auf AA- gesenkt bei stabilem Ausblick.

- APA

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