Militäreinsatz in Libyen hat begonnen

Der Militäreinsatz der internationalen Staatengemeinschaft in Libyen zur Umsetzung des UNO-Flugverbots hat begonnen. Französische Kampfflugzeuge überfliegen zu Aufklärungszwecken das libysche Staatsgebiet, darunter auch die Stadt Bengasi. Dort gibt es Gefechte der Rebellen mit Einheiten von Diktator Gaddafi. Die Kampfflugzeuge sollen das weitere Vordringen der libyschen Truppen stoppen.

Auch Frankreichs Präsident Sarkozy bestätigte nach dem Ende eines Sondergipfels in Paris mit zwei Dutzend Spitzenpolitikern aus aller Welt den Beginn des Militäreinsatzes. Flugzeuge der Staatengemeinschaft wären dabei, Angriffe der libyschen Armee in Benghasi zu stoppen.

Trotz des UNO-Flugverbots hatten Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi die ostlibysche Aufständischen-Hochburg Bengasi angegriffen. Dabei seien neben Bodentruppen auch Kampfflugzeuge eingesetzt worden, berichtet Al-Jazeera. Damit stand die internationale Gemeinschaft unter Zugzwang.

Nach dem Grünen Licht der UNO für ein Eingreifen im Libyen-Konflikt waren in Paris am Samstag die Beratungen über mögliche Militäraktionen begonnen worden. An dem Sondergipfel nehmen Vertreter der EU, der USA, der UNO und der der Arabischen Liga teil.

Frankreich, Großbritannien und Kanada könnten die ersten Angriffe gemeinsam durchführen, hieß es weiter. Danach könnten sich die USA einschalten. Eine Beteiligung arabischer Staaten könnten wiederum danach erfolgen, so die Quelle. Großbritannien und Frankreich hatten in den vergangenen Tagen am deutlichsten zu einem militärischen Eingreifen in Libyen gedrängt.

Gaddafi warnte Frankreich, Großbritannien und die UNO am Samstag vor einer Militärintervention gegen sein Land. Sie würden jegliche Einmischung in Libyens innere Angelegenheiten "bereuen", zitierte ein Gaddafi-Sprecher den Machthaber.

In Libyen versucht das Regime offenbar, menschliche Schutzschilde gegen die zu erwartenden Angriffe der internationalen Staatengemeinschaft in Stellung zu bringen. Ansammlungen von Menschen kämen an Orten zusammen, die als mögliche Ziele für Luftangriffe der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi gelten. Das berichtete die staatliche libysche Agentur Jana. Sie seien an potenziellen Zielorten zusammengekommen, die erwarteterweise von französischen Flugzeugen angegriffen werden sollen.

- APA

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